Sherlock Holmes’ größter Fall

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • James Hill

Drehbuch

  • Donald Ford

Kamera

  • Desmond Dickinson

Schnitt

  • Henry Richardson

Produzent

  • Henry E. Lester

Musik

  • John Scott

Erscheinungsjahr

1965

Produktionsland

Großbritannien

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

A Study in Terror

Länge

95 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Sherlock Holmes’ größter Fall ist ein aus dem Jahr 1965 und kombiniert Elemente des historischen Kriminalfalles Jack the Ripper mit Arthur Conan Doyles weltberühmten Roman-Detektiv Sherlock Holmes.

Handlung

Im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts werden fünf Prostituierte auf bestialische Weise ermordet. Der bisher unerkannt gebliebene Täter verfügt offenbar über medizinische Kenntnisse und schickt Briefe an Scotland Yard, in denen er die Unfähigkeit der ermittelnden Beamten verhöhnt und weitere Morde ankündigt.


Der große Privatdetektiv Sherlock Holmes beginnt sich für den Fall Jack the Ripper zu interessieren, als ihm eine unbekannte Person ein Kästchen mit chirurgischen Instrumenten zukommen lässt, bei dem das große Amputationsmesser fehlt. Auf dem Kästchen selbst ist das Familienwappen der Lords of Carfax zu sehen.
Als er den alten Lord of Carfax aufsucht, erfährt er von diesem, dass dieser Chirurgenkasten seinem älteren Sohn Michael Osborn gehört, der vor einigen Jahren untergetaucht- und von seinem Vater enterbt worden ist. Dessen jüngerer Bruder Robert erklärt auch weshalb es zu diesem Bruch gekommen ist. Michael hatte sich in eine Prostituierte namens Angela verliebt und sie gegen den Willen der Familie geheiratet.


Bei ihren Ermittlungen im Armenviertel Whitechapel stoßen Holmes und sein treuer Begleiter Dr. Watson auf den ehemaligen Professor des verschwundenen Michael, Dr. Murray, der hier eine Klinik für Bedürftige betreibt und nebenbei auch als Gerichtsmediziner tätig ist. Dieser offenbart Holmes, dass Michael früher sein fähigster Student war, diese Angela ihn jedoch ins Unglück gestürzt hatte. Sie war im ganzen Viertel wegen ihrer engelsgleichen Schönheit bekannt, hatte aber einen finsteren Charakter. Sie betrog ihn mit dem Kneipenbesitzer Max Steiner, der ihn im Verlauf eines Kampfes aus Eifersucht zum geistigen Krüppel schlug. Dabei ergoss sich ein Fläschchen Säure in Angelas Gesicht und zerstörte ihren Liebreiz unwiderruflich. Seitdem fristet Michael ein Schattendasein in der Gerichtsmedizin als schwachsinniger Assistent von Dr. Murray, Angela aber ist seit damals verschwunden.


Schließlich kann Holmes sie ausfindig machen und erfährt von ihr, dass der Sachverhalt damals anders lag. Michael Osborn war krankhaft eifersüchtig und hatte sie deshalb mit Säure verunstaltet. Dies wiederum führte dazu, dass Max, der in Angela verliebt war und noch immer ist, ihm buchstäblich den Verstand aus dem Leib prügelte. Sie war es auch, die Holmes das Chirurgenkästchen schickte um auf sich aufmerksam zu machen. Später in der Nacht dringt Jack the Ripper in ihr Schlafzimmer ein und versucht sie zu töten. Holmes jedoch hat diesem eine Falle gestellt und kommt im letzten Augenblick dazwischen und enthüllt Michaels Bruder Robert Osborn als den Ripper.
Es kommt zum großen Kampf zwischen Sherlock Holmes und dem berüchtigten Frauenmörder. Dabei geht eine Petroleumlampe zu Bruch und ein Feuer bricht aus. Holmes und Angela können gerade noch entkommen, Robert Osborn aber kommt in den Flammen um.


Am nächsten Morgen, beim Frühstück, klärt Holmes den fassungslosen Dr. Watson über die Motive und Zusammenhänge hinter der Mordserie auf. Bei den adeligen Osborns, Lords of Carfax, liegen Geisteskrankheiten in der Familie und so brauchte es nicht viel mehr als eine Verkettung unglücklicher Ereignisse um Robert in den Wahnsinn zu treiben. Als da wären: Die mehr als unstandesgemäße Heirat seines älteren Bruders, danach ob verdient oder nicht, die Schläge die Michael zu einem bemitleidenswerten geistigen Wrack werden ließen. Vor Allem aber der unglaubliche gesellschaftliche Skandal, der entstanden wäre, wäre irgendetwas von dieser Familientragödie an die Öffentlichkeit gedrungen.
Also suchte Robert, der heimlich Medizin studierte da es ihm aufgrund seines adligen Standes offiziell nicht erlaubt war zu arbeiten, nach Angela und Max um Rache zu nehmen und sie zum Schweigen zu bringen. Während seiner Suche ließ er gnadenlos seinem aufgestauten Hass auf Prostituierte freien Lauf.


Holmes konnte den Mörder zwar entlarven, entschließt sich aber den wirklichen Namen nicht preiszugeben um das Ansehen der Lords of Carfax zu bewahren.

Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: „Detektivfilm mit einigen dick aufgetragenen Gruseleffekten; bemerkenswert einzig die Farbdramaturgie.


  • Cinema: „Detektiv Holmes (John Neville) hetzt Jack the Ripper. Elegant.


DVD-Veröffentlichung

  • Sherlock Holmes’ größter Fall / 21. Juli 2005 / MC One DVD


Sonstiges

  • Die Idee, Sherlock Holmes und Jack the Ripper aufeinander treffen zu lassen wurde im Jahr 1979 für den Film Sherlock Holmes: Mord an der Themse (Originaltitel: Murder by decree) erneut aufgegriffen, der Darsteller Frank Finlay schlüpft hier wieder in die Rolle des Inspektor Lestrade.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Sherlock Holmes’ größter Fall" (Stand: Thu, Apr 3rd 2008, 00:35) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.