Sinn und Sinnlichkeit
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Hugh Laurie als Mr. Thomas Palmer
- Emma Thompson
als Elinor Dashwood
- Angels in America
- Daddy Cool – Mein Vater der Held
- Eine zauberhafte Nanny
- Harry Potter und der Gefangene von Askaban
- Harry Potter und der Orden des Phönix
- Henry V.
- Im Namen des Vaters
- Judas Kiss
- Junior
- Maybe Baby
- Mit aller Macht
- Schatten der Vergangenheit (1991)
- Schräger als Fiktion
- Tatsächlich … Liebe
- Viel Lärm um nichts (1993)
- Was vom Tage übrig blieb
- Wiedersehen in Howards End
- Imogen Stubbs als Lucy Steele
- Elizabeth Spriggs als Mrs. Jennings
- Harriet Walter als Fanny Dashwood, geb.Ferrars
- Robert Hardy als Sir John Middleton
- Tom Wilkinson
als Mr. John Dashwood
- Batman Begins
- Cassandras Traum
- Chain of Fools
- Das Mädchen mit dem Perlenohrring
- Der Exorzismus von Emily Rose
- Der Geist und die Dunkelheit
- Der letzte Kuss
- Ernst sein ist alles
- Fräulein Smillas Gespür für Schnee
- Ganz oder gar nicht
- Good Woman – Ein Sommer in Amalfi
- If Only
- In the Bedroom
- John Adams (Miniserie)
- Michael Clayton
- Ripley Under Ground
- Ritter Jamal – Eine schwarze Komödie
- Rush Hour
- Shakespeare in Love
- Vergiss mein nicht!
- Walküre
- Emilie François als Margaret Dashwood
- Hugh Grant
als Edward Ferrars
- About a Boy
- About a Boy oder: Der Tag der toten Ente
- American Dreamz – Alles nur Show
- Bitter Moon
- Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns
- Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück
- Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam
- Ein Chef zum Verlieben
- Extrem… mit allen Mitteln
- Mickey Blue Eyes
- Mitten ins Herz – Ein Song für dich
- Nine Months
- Notting Hill
- Restoration – Zeit der Sinnlichkeit
- Schmalspurganoven
- Tatsächlich … Liebe
- Verführung der Sirenen
- Vier Hochzeiten und ein Todesfall
- Was vom Tage übrig blieb
- Greg Wise als John Willoughby
- Alan Rickman
als Colonel Christopher Brandon
- Über kurz oder lang
- Bob Roberts
- Closet Land
- Dark Harbor – Der Fremde am Weg
- Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders
- Dogma
- Ein Werk Gottes
- Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall
- Harry Potter und der Feuerkelch
- Harry Potter und der Gefangene von Askaban
- Harry Potter und der Orden des Phönix
- Harry Potter und der Stein der Weisen
- Harry Potter und die Kammer des Schreckens
- Im Zeichen der Jungfrau
- Judas Kiss
- Mesmer
- Michael Collins
- Quigley der Australier
- Rasputin (1996)
- Robin Hood: König der Diebe
- Schließe meine Augen, begehre oder töte mich
- Snow Cake
- Stirb langsam
- Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
- Tatsächlich … Liebe
- Wie verrückt und aus tiefstem Herzen
- Kate Winslet
als Marianne Dashwood
- Das Leben des David Gale
- Das Spiel der Macht
- Enigma – Das Geheimnis
- Flutsch und weg
- Heavenly Creatures
- Herzen in Aufruhr
- Holy Smoke
- Iris
- Liebe braucht keine Ferien
- Liebe braucht keine Ferien
- Little Children
- Marc Forster – Von Davos nach Hollywood
- Marrakesch (1998)
- Quills – Macht der Besessenheit
- Romance & Cigarettes
- Titanic (1997)
- Vergiss mein nicht!
- Wenn Träume fliegen lernen
Regie
- Ang Lee
Drehbuch
- Jane Austen
Kamera
- Michael Coulter
Schnitt
- Tim Squyres
Produzent
- Lindsay Doran
Musik
- Patrick Doyle
Erscheinungsjahr
1995Produktionsland
USAOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
Sense and SensibilityLänge
136 MinutenAltersfreigabe (FSK)
6 JahreHandlung
Als ihr Vater stirbt, sind die Tage der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood auf ihrem herrschaftlichen Anwesen Norland Park in der südenglischen Grafschaft Sussex gezählt. Neuer Hausherr wird ihr Halbbruder aus der ersten Ehe des Vaters, und seine hochmütige Frau Fanny will mit niemandem teilen. So ziehen Elinor und Marianne mit ihrer Mutter und der jüngsten Schwester Margaret bald in eine andere Grafschaft, wo Sir John Middleton, ein wohlmeinender Cousin der Mutter, sie in einem kleinen Cottage auf seinem Landsitz Barton Park unterbringt; ihre Vermögensverhältnisse sind nun sehr beschränkt. Elinor hat sich mit dem Umzug auch schweren Herzens von Edward Ferrars, dem ältesten Bruder ihrer Schwägerin, verabschiedet: Die eben aufkeimende Zuneigung zwischen den beiden steht unter keinem guten Stern, da Edwards Mutter für den reichen Erben einer vornehmen Familie nur eine ebenso reiche Schwiegertochter akzeptieren würde - wie die argwöhnische Fanny Elinor nur zu gern wissen lässt.Im Herrenhaus von Barton Park sind die Damen Dashwood immer herzlich willkommen; auch Mrs. Jennings, die Schwiegermutter Sir Johns, ist dort oft Gast. Nachdem sie ihre eigenen Töchter erfolgreich unter die Haube gebracht hat, möchte sie dies nun am liebsten auch mit allen anderen jungen Frauen in ihrer Umgebung tun. Colonel Brandon, ein weltgewandter, aber durch Schicksalsschläge etwas melancholisch gewordener Mittdreißiger, scheint genau die richtige Partie für Elinor zu sein. Der Colonel indessen verliebt sich sofort in die siebzehnjährige Marianne; das Bestreben, seine Gefühle wegen des großen Altersunterschiedes zu verbergen, ist nicht immer erfolgreich. Elinor bemerkt sein Unglück bald. Die impulsive Marianne aber begegnet dem Colonel nur mit der wenig schmeichelhaften Rücksichtnahme auf einen harmlosen älteren Herrn; sie selbst flirtet heftig mit dem jungen John Willoughby und verliebt sich so schwer, dass sie sich heimlich mit ihm verlobt glaubt. Umso härter trifft es sie, als Willoughby sich plötzlich ohne jede Erklärung zurückzieht.
Zur Aufheiterung lädt Mrs. Jennings Elinor und Marianne in ihr Stadthaus in London ein, um dort die winterliche Ballsaison zu verbringen. Das ersehnte Wiedersehen mit Willougby endet aber beinahe mit einem Eklat, denn Marianne trifft ihn auf einer großen Gesellschaft in Begleitung seiner Braut, einer sehr reichen Erbin. Mariannes Gesundheit ist nunmehr sehr labil. Elinor muss nun ihre Schwester wieder aufpäppeln, obwohl sie selbst mit Hiobsbotschaften in Liebesdingen zu kämpfen hat. Mit Lucy Steele ist eine gänzlich unvermutete Rivalin auf den Plan getreten: Sie ist weder reich und vornehm noch gebildet oder wirklich freundlich, dafür aber umso fester entschlossen, Mrs. Edward Ferrars zu werden. Und sie hat die Moral auf ihrer Seite, denn ein sehr junger Edward ohne sinnvolle Beschäftigung hat sich einige Jahre zuvor heimlich mit ihr verlobt - und sein Heiratsversprechen in einem Brief fixiert. Die vernünftige Elinor springt über ihren eigenen Schatten und ermöglicht dem Paar die Heirat, indem sie ihnen ein Hilfsangebot Colonel Brandons übermittelt: eine kleine Pfarrstelle mit eigenem Haus auf seinem Landsitz Delaford. Edward, der sich lieber von seiner Mutter enterben lässt als sein Heiratsversprechen zu brechen, nimmt das Angebot an.
Angesichts der angeschlagenen Gesundheit Mariannes beschließt Elinor, London mit ihrer Schwester zu verlassen. Bei der Rückkehr aufs Land hält sich die Gesellschaft für einige Tage auf dem Landsitz Cleveland der Familie Palmer auf; die dortige Hausherrin ist Mrs. Jennings' zweite Tochter. Gleich nach dem Eintreffen auf dem Palmerschen Landsitz läuft Marianne bei regnerischem Wetter auf einen Aussichtshügel, von wo sie den Landsitz des untreuen Willoughby sehen kann. Ihre dabei eingefangene Erkältung wächst sich schnell zu einer lebensgefährlichen Krankheit aus. Der besorgte Colonel Brandon holt die in Barton Park zurückgebliebene Mutter von Marianne nach Cleveland. Nach einigen Tagen können indessen alle ins Cottage nach Barton zurückkehren, und es zeigt sich, dass Marianne mit der überstandenen körperlichen Krise auch seelisch gereift ist.
Nach einiger Zeit berichtet Thomas, der Diener der Dashwoods, von der Heirat des jungen Mr. Ferrars, und eines Tages erscheint dieser unerwartet selbst dort. Während des sehr stockenden Gespräches stellt sich heraus, dass es eine Mrs. Edward Ferrars gar nicht gibt: Lucy Steele fand den enterbten Erben nicht mehr begehrenswert und hat sich kurzentschlossen Edwards jüngeren Bruder Robert geangelt. Als daraufhin Elinor in Tränen ausbricht, gesteht Edward ihr seine Liebe.
In der abschließenden Szene des Films, die einige Monate später spielt, sieht man die Hochzeit von Colonel Brandon und Marianne. Dabei ist auch das frisch vermählte Ehepaar Edward und Elinor Ferrars anwesend.
Entstehungsgeschichte
Produzentin Lindsay Doran, die während ihres Collegestudiums auf Jane Austens Roman "Sense and Sensibility" aus dem Jahr 1811 aufmerksam wurde, war schon nach dem ersten Lesen überzeugt, dass die Geschichte geradezu prädestiniert für eine Filmumsetzung wäre. Im Lauf von 10 Jahren las sie unzählige Drehbuch-Entwürfe auf der Suche nach einem geeigneten Autoren, dem es gelingen würde, den Roman für die Leinwand zu bearbeiten. Sie befand aber sämtliche eingereichte Vorschläge entweder für "zu höflich oder zu melodramatisch, zu modern oder zu obskur. Die komischen waren nicht romantisch genug, die romantischen waren nicht witzig."Nach langer Suche entdeckte Doran bei den Dreharbeiten zu dem Film Schatten der Vergangenheit (1991) in der Hauptdarstellerin Emma Thompson die gesuchte Drehbuchautorin für das Projekt. Thompson, die ihr schriftstellerisches Talent schon im Schreiben kurzer Sketche für ihre eigene TV-Show Thompson bewiesen hatte, war ebenso wie Doran Feuer und Flamme für den Film, da Jane Austen zu ihren Lieblingsautoren gehört. 300 handgeschriebene Seiten waren Thompsons erster Drehbuchentwurf, dessen Prozess nach vier Jahren und vierzehn verschiedenen Entwürfen seine Vollendung fand.Thompson verzichtete auf mehrere Randfiguren, erfand dafür jedoch einige neue Szenen, um die Zeitumstände und den Charakter der Figuren besser einzufangen. So ist etwa die Szene ihre Erfindung, in der Edward und Elinor gemeinsam versuchen, die kleine Schwester Margaret mit einem Gespräch über Geographie aus ihrem Versteck unter dem Tisch hervorzulocken.
Am 19. April 1995 begannen die Dreharbeiten. Produzentin Lindsay Dorin hatte eine illustre Anzahl der derzeit besten britischen Schauspieler um sich geschart, darunter Drehbuchautorin Emma Thompson für den Part der Elinor Dashwood, sowie die noch unbekannte Kate Winslet in der Rolle Marianne. Auf der Besetzungsliste des Filmdramas waren ebenfalls Alan Rickman, Hugh Grant, Harriet Walter, Hugh Laurie, Imelda Staunton und Robert Hardy vorzufinden. Die fast dreimonatigen Dreharbeiten fanden neben London in verschiedenen Herrenhäusern im Westen Englands statt.
Hintergrund
- Das Sonett von William Shakespeare, das während des Films zitiert wird, ist das „Sonett Nr. 116“. Weitere Gedichte, die im Film Erwähnung finden sind „The Castaway“ von William Cowper, ein Sonett von Hartley Coleridge und ein wenig von „Book V canto ii verse 39“ von Edmund Spensers „The Faerie Queene“.
- Colonel Brandons Vorname wird in Jane Austens Roman nie erwähnt. Der Name „Christopher“, mit dem er den Begleitbrief für sein Geschenk an Marianne, ein Pianoforte, unterschreibt, ist eine Erfindung für den Film - genau wie das Geschenk selbst, denn im Roman ist Mariannes Klavier neben Porzellan und Tafelsilber der wertvollste Haushaltsgegenstand, den die Dashwoods aus Norland nach Barton mitbringen. Es muss ihr niemand ein neues Instrument schenken.
- Regisseur Ang Lee hatte niemals Jane Austens Roman gelesen, bis ihm das Filmstudio Columbia Pictures Emma Thompsons Drehbuch schickte.
- Ursprünglich sollte der britische Schauspieler und Regisseur an dem Projekt mitwirken.
- Nur die bei den Dreharbeiten neunzehnjährige Kate Winslet entsprach ungefähr dem Alter der laut Roman siebzehnjährigen Marianne. Die übrigen Darsteller übertrafen das Alter ihrer Rollen zum Teil um mehrere Jahrzehnte: die angeblich neunzehnjährige Elinor wurde von einer vierunddreißigjährigen Emma Thompson gespielt, Alan Rickman war statt Mitte dreißig bereits neunundvierzig - und der siebzigjährige Robert Hardy stellte einen Sir John Middleton dar, der laut Roman vierzig Jahre und damit ebenso alt wie Elinors Mutter ist.
Kritik
Auszeichnungen
1996 galt Sinn und Sinnlichkeit mit sieben Nominierungen als einer der großen Favoriten für die Oscar-Verleihung, nachdem das Werk zuvor mit dem Golden Globe und dem BAFTA-Award als bestes Drama bzw. Film des Jahres ausgezeichnet worden war. Bei den Academy Awards unterlag jedoch Ang Lees Drama in den wichtigen Kategorien Mel Gibsons Historienepos Braveheart, das mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde, darunter auch in den Kategorien Film und Regie. Lediglich Emma Thompson gewann den Oscar für ihre Drehbuchadaption des Jane Austen-Romans.Oscar 1996
- Bestes adaptiertes Drehbuch
Weiterhin nominiert in den Kategorien
- Bester Film
- Beste Hauptdarstellerin (Emma Thompson)
- Beste Nebendarstellerin ()
- Beste Kamera
- Beste Filmmusik
- Beste Kostüme
BAFTA-Award 1996
- Bester Film
- Beste Hauptdarstellerin (Emma Thompson)
- Beste Nebendarstellerin (Kate Winslet)
Nominiert in den Kategorien
- Beste Regie
- Bester Nebendarsteller (Alan Rickman)
- Beste Nebendarstellerin (Elizabeth Spriggs)
- Bestes adaptiertes Drehbuch
- Beste Musik
- Beste Kamera
- Beste Ausstattung
- Beste Kostüme
- Bestes Make-Up/Haarstyling
Golden Globe 1996
- Bester Film - Drama
- Bestes adaptiertes Drehbuch
Nominiert in den Kategorien
- Beste Regie
- Beste Hauptdarstellerin - Drama (Emma Thompson)
- Beste Nebendarstellerin (Kate Winslet)
- Beste Filmmusik
Weitere
Berlinale 1996- Goldener Bär als bester Film
- 2. Platz bei der Wahl der Leser-Jury der Berliner Morgenpost
Literatur
- Jane Austen: Verstand und Gefühl. Roman (Originaltitel: Sense and Sensibility). Deutsch von Ursula und Christian Grawe. Nachwort und Anmerkungen von Christian Grawe. Reclam, Leipzig 2001, 410 S., ISBN 3-379-01733-7
- Jane Austen: Sense and Sensibility (Dover Thrift Editions), 1996 Dover Publications, ISBN 0486290492 (engl. Ausgabe)
- Emma Thompson: The Sense and sensibility screenplay & diaries : bringing Jane Austen's novel to film. New York : Newmarket Press, 1995. ISBN 1557042608 (engl. Ausgabe)
- Martina Anzinger: Gainsborough pictures reframed or: raising Jane Austen for 1990s film. A film historic and film analytical study of the 1995 films „Sense and sensibility“ and „Persuasion“. European university studies, Series 14, Anglo-Saxon language and literature, Vol. 397. Lang, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Brüssel, New York, Oxford und Wien 2003, 234 S., Diplomarbeit, 2001, ISBN 3-631-50199-4 oder ISBN 0-8204-6053-2
Weblinks
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Sinn und Sinnlichkeit" (Stand:
Tue, Apr 29th 2008, 06:57)
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