Solino

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Fatih Akın

Drehbuch

  • Ruth Toma

Kamera

  • Rainer Klausmann

Schnitt

  • Andrew Bird

Produzent

  • Ralph Schwingel

Musik

  • Jannos Eolou

Erscheinungsjahr

2002

Produktionsland

Deutschland

Originalsprache

Deutsch

Originaltitel

Solino

Länge

120 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Solino ist ein vielschichtiger Film von Regisseur Fatih Akın aus dem Jahr 2002 mit Moritz Bleibtreu. Er handelt von der italienischen Familie Amato, die von Süditalien nach Deutschland ins Ruhrgebiet auswandert. Der Film spielt zwischen 1964 und 1984 und zeigt das Schicksal der Familie im Abstand von jeweils zehn Jahren. Es ist der erste Film von Fatih Akın, bei dem er nicht selber das Drehbuch geschrieben hat.

Untertitel auf dem Filmplakat: „Brüder sind immer die engsten Freunde... ...und die bittersten Rivalen.“.

Entstehung

Ruth Toma hatte ein Drehbuch über italienische Einwanderer in Deutschland geschrieben, auf das der Produzent Ralph Schwingel eine Option erworben hatte. Schwingel wollte die Meinung eines direkt von Einwanderung Betroffenen zu dem Buch einholen und gab es dem Deutschtürken Fatih Akin zum Lesen. Dieser war von Tomas Arbeit nach anfänglicher Skepsis so eingenommen, dass er unbedingt den Film selbst machen wollte, wobei Akin daraufhin sowohl Schwingel als auch Toma davon überzeugen musste, dass er, der bislang nur nach eigenen Drehbüchern gearbeitet hatte, für das Projekt der richtige Regisseur sei.

Handlung

Romano Amato (Gigi Savoia) und seine Frau Rosa (Antonella Attili) haben vom Wirtschaftswunder in Deutschland gehört. Mit ihren Söhnen Gigi und Giancarlo kommen sie 1964 nach Duisburg und hoffen dort auf ein besseres Leben. Sie eröffnen gemeinsam eine Pizzeria mit dem Namen ihres Heimatdorfes Solino. Der jüngere Gigi freundet sich mit dem Inhaber des benachbarten Fotogeschäftes an und als sich ein Filmteam, das in der Nähe einen Film dreht, für einige Tage bei den Eltern bewirten lässt, entdeckt er seine Leidenschaft für Fotografie und Film. Giancarlo, eher ein Draufgänger, buhlt hingegen um mehr Aufmerksamkeit bei der gemeinsamen Freundin Jo.

Zehn Jahre später (1974) mieten sich Gigi (ab jetzt: Barnaby Metschurat), Giancarlo (ab jetzt: Moritz Bleibtreu) und Jo (ab jetzt: Patrycia Ziolkowska) gemeinsam eine Wohnung. Gigi und Jo sind mittlerweile ein Paar. Während sich Giancarlo mit zwielichtigen Typen herumtreibt, will Gigi immer noch Filme drehen. Er schafft es sogar, mit einem Dokumentarfilm für die Ruhrfestspiele vorgeschlagen zu werden. Als Rosa ihren Mann in flagranti mit einer Blondine erwischt, zieht sie zu ihren Söhnen in die WG. Durch die viele Arbeit in der Pizzeria fühlt sie sich immer sehr erschöpft und erfährt daraufhin von Ihrem Arzt, dass sie unheilbar an Leukämie leidet. Sie will sofort zurück nach Solino. Gigi bringt es nicht übers Herz, sie alleine zu lassen und begleitet sie nach Italien. Telefonisch erfährt er dort, dass sein Film bei den Ruhrfestspielen gezeigt werden soll und verabredet mit seinem Bruder, dass sich dieser solange um die Mutter kümmert. Giancarlo kommt jedoch nicht nach Solino, nimmt aber dafür die Trophäe bei den Ruhrfestspielen in Empfang und gibt sich als sein Bruder aus. Gigi erfährt davon in der Zeitung und reist wütend nach Duisburg. Dort erwischt er Giancarlo mit Jo im Bett und die beiden Brüder trennen sich im Bruderzwist. Da Giancarlo sich auch weiterhin nicht um seine Mutter kümmern will, bleibt Gigi nichts anders übrig, als wieder nach Solino zu fahren. Dort kommt er Ada, einer Freundin aus Kindertagen, näher. Die beiden eröffnen ein Freilichtkino, in dem Gigi seine Filme zeigt.

Wiederum zehn Jahre später (1984) heiraten Ada und Gigi und sogar Giancarlo kommt zum ersten Mal zurück nach Solino. Nur der Vater weigert sich zur Hochzeit zu kommen, da er sich nicht vor seinem Dorf blamieren möchte...

Auszeichnungen

  • Bayerischer Filmpreis 2003 an Ruth Toma in der Kategorie Bestes Drehbuch und an Barnaby Metschurat in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller
  • Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Spielfilm
  • Gildepreis in Silber in der Kategorie Bester Deutscher Film


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Solino" (Stand: Sun, May 4th 2008, 02:41) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.