Stirb langsam: Jetzt erst recht

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • John McTiernan

Drehbuch

  • Jonathan Hensleigh

Kamera

  • Peter Menzies Jr.

Schnitt

  • John Wright

Produzent

  • Michael Tadross

Musik

  • Michael Kamen

Erscheinungsjahr

1995

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Die Hard with a Vengeance

Länge

123 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Stirb langsam: Jetzt erst recht ist ein Actionfilm aus den USA, der in den Hauptrollen besetzt ist mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson. Nachdem für Stirb langsam 2 der Finne Renny Harlin die Regie übernommen hatte, kehrte für den dritten Teil der Stirb-langsam-Reihe John McTiernan auf den Regiestuhl zurück.

Handlung

Der Polizist John McClane ist am Ende: Seine Frau hat ihn verlassen, er trinkt zu viel und ist vom Dienst suspendiert. Als plötzlich der irre Terrorist Peter Krieg bei der Polizei anruft und nur mit einem einzigen Mann reden will, nämlich McClane, ist der Haudegen plötzlich wieder mitten drin – zur falschen Zeit am falschen Ort. Krieg droht damit, eine Schule in die Luft zu jagen, hat aber eigentlich ganz andere Pläne, und macht sich einen Spaß daraus, McClane und seinen unfreiwilligen Partner Zeus auf einer makaberen Schnitzeljagd quer durch New York City zu schicken.

Vom FBI erfahren die Polizisten, dass sich hinter Peter Krieg, Simon Peter Gruber, der Bruder von Hans Gruber (in der deutschen Fassung 'Jack'), dem Terroristenführer aus Stirb langsam, verbirgt. Als Simon damit droht, einen Anschlag auf eine Schule in der Stadt zu verüben, entdecken McClane und Zeus, dass dies nur ein Ablenkungsmanöver war, um ungestört die Goldreserven der Zentralbank zu plündern und mit einem Tanker nach Deutschland zu bringen.

McClane und Zeus gelangen auf den Tanker, wo sie herausfinden, dass das Gold sich nicht auf dem Schiff, sondern bereits auf dem Weg nach Kanada befindet, wo es per Flugzeug nach Deutschland geschafft werden soll. Die beiden werden aber von Gruber gefasst und auf einer Bombe aneinander gefesselt. Kurz bevor Bombe und Schiff explodieren, können die beiden flüchten.

Vor der kanadischen Grenze stellen sie Grubers Terroristengruppe mit einem Aufgebot der Polizei. Grubers Helikopter wird von McClane zum Absturz gebracht und die Gruppe von der Polizei überwältigt.

Am Ende des Filmes ruft McClane seine Frau an.

Auszeichnungen

  • Der Film gewann im Jahr 1995 die Goldene Leinwand. Er wurde 1996 für den Saturn Award (als Bester Actionfilm) und für den MTV Movie Award nominiert.
  • Michael Kamen gewann 1996 den BMI Film Music Award.


Kritiken

  • Filmlexikon Kabel 1: „Ein anfangs ironischer, rasch jedoch eindimensionaler Actionfilm, der Spannung mit der Anhäufung von Explosionen und Effekten verwechselt. Reizvoll allenfalls das lakonische Spiel der Darsteller, das in beabsichtigtem Kontrast zur Dramatik des Geschehens steht.“
  • Prisma online: „Regisseur und Produzent John McTiernan, der schon den ersten „Stirb langsam“-Reißer drehte, liefert mit diesem dritten Teil einen perfekt inszenierten, teilweise ironischen und hochspannenden Action-Film. Einmal mehr überzeugt Bruce Willis als McClane, der diesmal Hilfe von Pulp Fiction - Darsteller Samuel L. Jackson erhält. In der Rolle des bösen deutschen Terroristen überzeugt Jeremy Irons, in einer Nebenrolle als Fischer ist der Vater des Regisseurs, John McTiernan Sr., zu sehen.“


Hintergrund

Besetzung

  • Für die Rolle des Simon Gruber war ganz am Anfang Sean Connery vorgesehen, welcher aber keinen so diabolischen Terroristen spielen wollte. Dann forcierte man David Thewlis, der aber absagte und schließlich durch Jeremy Irons ersetzt wurde. Statt Samuel L. Jackson sollte ursprünglich Laurence Fishburne die Rolle des Zeus spielen. Der hatte zunächst abgelehnt, wollte später dann aber doch zusagen, allerdings war da bereits Jackson ausgewählt worden.
  • Das Zeus-Outfit kreiert Samuel L. Jackson nach Studien über Malcolm X, den Jackson in einem biographischen Film selbst gespielt hatte.
  • Für die deutsche Stimme von Bruce Willis wurde Thomas Danneberg (er führte bei dem Film auch Synchronregie) und nicht wie in den vorhergehenden Filmen Manfred Lehmann eingesetzt, da Manfred Lehmann zu dieser Zeit im Ausland drehte.
  • In der Rolle der stummen Katya agiert die amerikanische Popsängerin Sam Phillips. Als John McTiernan eines ihrer CD-Cover sah, erinnerte ihn das Foto von Phillips darauf an eine deutsche Terroristin, weshalb sie engagiert wurde.
  • Als Terrorist Roman agiert der Finne Tony Halme. Dieser war unter dem Namen Ludvig Borga einst ein bekannter Wrestler bei der WWE (ehem. WWF). Halme hat inzwischen seine Sportkarriere beendet und war von 2003 bis 2007 Abgeordneter im finnischen Parlament.


Dreh

  • Ein Großteil der Dreharbeiten fand in der Gegend um Charleston und Mount Pleasant in South Carolina statt. Die Brücke, von der McClane und Zeus auf das Schiff springen und die eigentlich in der Nähe von Long Island liegen soll, ist die Cooper River Bridge, welche Charleston und Mount Pleasant miteinander verbindet. Die U-Bahn-Station entstand in einem Filmstudio in Mount Pleasant.
  • Die Tunneljagd entstand im New Yorker Water Tunnel Nr.3, der die Stadt mit den Catskill Mountains verbindet.
  • Auf dem Schild, mit dem Bruce Willis durch Harlem lief, stand „I hate everyone“. Die im Film gesehene Aufschrift „I hate niggers“ wurde später digital eingefügt, die eigentliche Aufschrift sollte für entschärfte TV-Versionen verwendet werden.
  • Damit der richtige Umgang mit dem Gewicht von Gold möglichst authentisch dargestellt werden konnte, wurde John McTiernan und Samuel L. Jackson erlaubt, einen echten Goldbarren in die Hand zu nehmen.
  • Die Sexszene zwischen Gruber und Katya wurde eingefügt, da Regisseur McTiernan befand, der Film würde ohnehin eine hohe Altersfreigabe bekommen und da würde eine weitere nicht jugendfreie Szene nicht weiter stören.
  • Der Park über der explodierten Wall Street Station war ein unbenutztes Grundstück, das in einen Park verwandelt wurde. Nach Ende der Dreharbeiten wurde es wieder zurückverwandelt.


Verbindungen zu den vorherigen Filmen

  • Der Film spielt anders als die beiden ersten Teile nicht in der Weihnachtszeit.
  • Im kompletten Film kommt nach jedem „Jippie-Ya-Yeah“ nicht „Schweinebacke“ wie in den vorherigen Filmen, sondern „Schweinenase“ (im Original hat sich das „yippee-ki-yay, motherfucker“ nicht verändert).
  • Anders als in den Teilen zuvor, bekommt John keine Hilfe von dem Polizisten Al.


Sonstiges

  • Mit den gestellten Aufgaben an McClane spielt Simon Gruber das amerikanische Kinderspiel Simon Says.
  • Eines der Rätsel, die McClane und Zeus zu lösen haben, ist der Kinderreim As I Was Going to St Ives.
  • Stirb Langsam: Jetzt erst recht hatte ursprünglich den Arbeitstitel „Simon Says“, in dem Zeus als Frau konzipiert war. Das Skript sollte dann später für Lethal Weapon 4 genutzt werden. Eine andere Rohfassung des Filmskripts sah Terroristen vor, die ein Kreuzfahrtschiff in der kapern.
  • Der Film hat ein alternatives Ende, welches auf der 2003er DVD-Version zu sehen ist. Darin sind Simon und seine Leute mit dem Gold entkommen, welches sie, umgeschmolzen in Miniaturen der Freiheitsstatue, aus den USA geschmuggelt haben. Monate später spürt McClane diesen in Osteuropa auf, nachdem er bei der Polizei rausgeflogen ist. Beide spielen einen Mix aus Flaschendrehen und Russisch Roulette mit einem Mini-Raketenwerfer, wobei sie sich gegenseitig Rätsel stellen. Am Ende erschießt sich Gruber selbst mit dem Raketenwerfer. McClane meint zu ihm „Yippee-ki-yay, motherfucker“, ehe er verschwindet.
  • Das im Original von den Terroristen gesprochene Deutsch war sehr unverständlich. Als der Film in Deutschland auf DVD herauskam, war das gesprochene Deutsch in der englischen Tonspur weder grammatisch korrekt noch in sauberer Linguistik.


Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Stirb langsam: Jetzt erst recht" (Stand: Fri, May 9th 2008, 23:00) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.