The Crying Game
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Adrian Dunbar als Maguire
- Miranda Richardson
als Jude,
- Alice im Wunderland (1999)
- Apostel!
- Dance with a Stranger
- Das Phantom der Oper (2004)
- Das Reich der Sonne
- Der Prinz & ich
- Die Akte Romero
- Die Gebrüder Weihnachtsmann
- Eat the Rich
- Get Carter – Die Wahrheit tut weh
- Gideon’s Daughter
- Harry Potter und der Feuerkelch
- Jahre der Zärtlichkeit – Die Geschichte geht weiter
- Kansas City
- Merlin
- Merlin 2 – Der letzte Zauberer
- Merlin – Der letzte Zauberer
- Paris, je t’aime
- Schneewittchen (2001)
- Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen
- Southland Tales
- Spider
- The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
- Tom & Viv
- Vaterland
- Verhängnis
- Jaye Davidson als Dil,
- Forest Whitaker
als Jody,
- 8 Blickwinkel
- A Little Trip to Heaven
- American Gun
- Battlefield Earth – Kampf um die Erde
- Benutzer:MSGrabia/temp
- Bird
- Bloodsport
- Body Count – Flucht nach Miami
- Body Snatchers – Angriff der Körperfresser
- Criminal Justice
- Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht
- Der vierte Engel
- Die Nacht hat viele Augen
- Downtown
- Even Money
- Ghost Dog – Der Weg des Samurai
- Good Morning, Vietnam
- Jason’s Lyric
- Johnny Handsome – Der schöne Johnny
- Keiner kommt hier lebend raus
- Light It Up
- Mary (2005)
- Nicht auflegen!
- Panic Room
- Platoon
- Prêt-à-Porter
- Smoke
- Species
- Street Kings
- The Air I Breathe
- The Follow
- The Great Debaters
- Stephen Rea
als Fergus,
- Breakfast on Pluto
- Citizen X
- Control – Du sollst nicht töten
- Cypher (1997)
- Cypher (Double Tap)
- Das Ende einer Affäre (1999)
- Das Mädchen und der Fotograf
- Ein Haus in Irland
- Evelyn
- FearDotCom
- Jenseits der Träume
- Last of the High Kings
- Life is Sweet
- Michael Collins
- On the Edge
- Prinzessin Caraboo
- Still Crazy
- Tödliches Geheimnis (1980)
- The Good Shepherd (2004)
- The I Inside – Im Auge des Todes
- The Musketeer
- The Reaping – Die Boten der Apokalypse
- V wie Vendetta
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Regie
- Neil Jordan
Drehbuch
- Neil Jordan
Kamera
- Ian Wilson
Schnitt
- Kant Pan
Produzent
- Stephen Woolley
Musik
- Anne Dudley
Erscheinungsjahr
1992Produktionsland
UKOriginalsprache
englischOriginaltitel
The Crying GameLänge
107 MinutenAltersfreigabe (FSK)
16 JahreHandlung
Bei einem Ausflug in einen Vergnügungspark in Nordirland wird der britische Soldat Jody von der attraktiven Jude umgarnt und in eine Falle der irischen Untergrundarmee IRA gelockt. Die Terroristengruppe droht, ihn zu töten und versucht so, von der Polizei gefasste Kameraden freizupressen. Der eher sanfte Mitverschwörer Fergus, der von Maguire, dem Kopf der Gruppe, zur Bewachung des entführten Jody abkommandiert wird, freundet sich schnell mit dem Afroeuropäer an. Als jedoch die britische Regierung auf die Forderungen der IRA nicht eingeht, wird Fergus der Auftrag erteilt, Jody zu exekutieren. Fergus hadert mit sich. Als er das Todesurteil an Jody vollstrecken soll, wird das Versteck der Terroristen von der britischen Armee angegriffen. Jody flüchtet, von Fergus verfolgt, durch den Wald und wird von einem heranrasenden britischen Truppentransporter überrollt. Fergus gelingt es, mit heiler Haut davonzukommen, und er reist mit neuer Identität versehen nach London, wo er Arbeit auf dem Bau findet. „Jimmy“, wie er sich nun nennt, spürt Jodys Freundin auf, der er die letzte Botschaft des Toten überbringen will. Die verführerische und sinnliche Dil zieht Fergus jedoch so sehr in ihren Bann, dass er die Botschaft des Toten verschweigt und eine Affäre mit ihr beginnt. Fergus entdeckt erst als er mit ihr ins Bett gehen will, dass die farbige Schönheit in Wirklichkeit ein Mann ist − ein Faktum, von dem sie dachte, es sei ihm bekannt. Schockiert hält sich Fergus von Dil fern, fühlt sich aber nach wie vor zu dem Transvestiten hingezogen. Fergus' Lage verkompliziert sich, als die zwei vermeintlich toten Mitkombattanten Jude und Maguire bei ihm auftauchen. Die beiden planen ein Attentat auf einen Londoner Richter und brauchen Fergus für die Ausführung der Tat. Fergus weigert sich zunächst, wird aber von der rücksichtslosen Jude dazu gezwungen, indem sie droht, Dil sonst etwas anzutun. Am Tag des Attentats aber wird Fergus von Dil in ihrer Wohnung trickreich gefesselt und festgehalten. Sie hat mittlerweile herausgefunden, welche Verbindung Fergus zu ihrem geliebten Jody hatte, liebt den melancholischen Iren aber trotzdem. Maguire versucht, den Auftrag zusammen mit Jude zu Ende zu bringen und wird von den Bodyguards des Richters erschossen. Jude kann vom Tatort entkommen und sinnt auf Rache. Als sie Dil für den gescheiterten Auftrag büßen lassen will, wird sie von ihr erschossen. Fergus drängt Dil zur Flucht und stellt sich der Polizei als vermeintlicher Mörder Judes, um Dil vor dem Gefängnis zu bewahren. Zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, bekommt er dann regelmäßig Besuch von seiner „Freundin“, die draußen auf seine Freilassung wartet.Entstehungsgeschichte
Das Casting für den Part von Dil stellte sich als extrem schwierig für die Filmemacher dar, Stanley Kubrick warnte sogar seinen Freund Neil Jordan, dass die Rolle nicht zu besetzen sei. Aufmerksam auf Jaye Davidson wurde Casting-Director Susie Figgis erst durch einen Tipp von Regisseur Derek Jarman. Davidson wurde auf einer Kostümparty zu Jarmans Film Edward II "entdeckt", und sofort wurde ihm die Rolle in The Crying Game angeboten. Davidson war zu diesem Zeitpunkt nach eigenem Bekunden sehr stark betrunken und nicht sehr enthusiastisch. Er dachte zuerst, jemand würde mit ihm einen schlechten Scherz treiben. Dennoch nahm Davidson die Rolle an, um ein paar handgemachte Lederstiefel zu bezahlen, die er in einer Ausgabe der Vogue gesehen hatte.Rezeption
Neil Jordans Drehbuch wurde von vielen Filmstudios wegen der unerwarteten Wendung im Plot abgelehnt, im Nachhinein begründete dies aber den finanziellen Erfolg des Films. Eine intelligente und provokative Werbekampagne von Miramax machte sich das Geheimnis um Jaye Davidsons Figur zu Nutze und The Crying Game belegte wochenlang Platz 3 der US-Kinocharts. Die auf 2,3 Mio. US-Dollar geschätzte Produktion spielte allein in den USA 62 Mio. US-Dollar an den Kinokassen ein. In Deutschland konnte der Film seinerzeit nicht an den Erfolg in den USA und Großbritannien anknüpfen.Kritiken
- "Ein provozierendes, abgründiges Meisterwerk. - 100%" (Cinema)
- "Jaye Davidson: 'ein Spezialeffekt auf Beinen!" (Prinz)
- "Ein phantastisch guter Thriller." (Sunday Telegraph)
- "Sexy, brutal, überhitzt." (News Day)
- "Es ist so ein Schocker, mir gefror das Blut in den Adern." (Sunday Mirror)
- "Brisantes Polit-Drama und bizarre Liebesgeschichte voller Überraschungen." (DVD & Video Report)
- Faszinierend erzählte und ausgezeichnet gespielte Geschichte eines jungen Mannes, dessen Selbstfindung und Entscheidungsfähigkeit mit den von außen hereinbrechenden Ereignissen kaum Schritt halten kann; zudem ein hervorragende wie lustvolle Reflexion über Schein und Sein. - Sehenswert. (Lexikon des internationalen Films)
Anmerkungen
- Neil Jordan wollte dem Film ursprünglich den Titel The soldier's wife (dt: Die Soldatenfrau) geben, wurde aber von seinem Freund Stanley Kubrick überzeugt den Titel zu ändern. Kubrick kommentierte seine Einwände damit, dass Filme mit religiös oder militärisch klingenden Titeln gewöhnlicherweise das Kinopublikum abschrecken und oft als finanzielle Flops enden würden. Tatsächlich waren Neil Jordans Filme mit den religiös klingenden Titeln The Miracle (1988) und Wir sind keine Engel (1989) an den Kinokassen gefloppt.
- Produzent Stephen Woolley war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten Besitzer eines Repertoirekinos in London, dem Scala. Als es zu Problemen bei der Finanzierung von The Crying Game kam, borgte sich Woolley Geld aus den Gewinnen seines Kinos um die Produktion am Laufen zu halten.
- Ein paar Wochen nach Drehbeginn erkrankte Jaye Davidson an einer Grippe. Ein Arzt wurde zum Filmset gerufen, der Davidson in seinem kleinen Trailer aufsuchte und untersuchte. Als der Arzt aus dem Trailer wieder herauskam, fragte er Regisseur Neil Jordan, ob der schon in Betracht gezogen hätte, dass seine Schauspielerin schwanger sein könnte. Jordan und die gesamte Filmcrew brachen daraufhin in Gelächter aus und der Arzt wurde wenig später über das Geschlecht Jaye Davidsons aufgeklärt.
- In der japanischen Version von The Crying Game ist Jaye Davidsons Schambereich in der Nacktszene geschwärzt.
Auszeichnungen
Neil Jordans originelle Mischung aus Psychothriller und Liebesgeschichte erzürnte und entzückte 1992 das Kinopublikum und stand in der Gunst der Kritiker. Ein Jahr später wurde The Crying Game für sechs Academy Awards nominiert, hatte aber seinerzeit gegenüber Clint Eastwoods Western Erbarmungslos und James Ivorys Romanadaption Wiedersehen in Howards End das Nachsehen. Dennoch wurde Neil Jordan für sein doppelbödiges Drehbuch mit dem Academy Award ausgezeichnet. Außerdem wurde der Film mit dem britischen Filmpreis BAFTA als beste britische Produktion des Jahres prämiert.Oscar 1993
- Bestes Original-Drehbuch
Nominiert in den Kategorien
- Bester Film
- Beste Regie
- Bester Hauptdarsteller (Stephen Rea)
- Bester Nebendarsteller (Jaye Davidson)
- Bester Schnitt
BAFTA-Award 1993
- Bester britischer Film
Nominiert in den Kategorien
- Bester Film
- Beste Regie
- Bester Hauptdarsteller (Stephen Rea)
- Bester Nebendarsteller (Jaye Davidson)
- Beste Nebendarstellerin (Miranda Richardson)
- Bestes Original-Drehbuch
Golden Globe 1993
- nominiert als bester Film - Drama
Weitere
ASCAP Film and Television Music Awards 1994- Top Box Office Film
Amanda Awards 1993
- Bester ausländischer Film
Australian Film Institute 1993
- Bester ausländischer Film
Directors Guild of America 1993
- nominiert in der Kategorie beste Regie
Edgar Allan Poe Awards 1993
- nominiert als bester Film
Europäischer Filmpreis 1993
- Best Achievement
Goya 1994
- nominiert als bester europäischer Film
Independent Spirit Awards 1993
- Bester ausländischer Film
London Critics Circle Film Awards 1993
- Bester britischer Regisseur des Jahres
- Bester britischer Produzent des Jahres
- Bester britischer Drehbuchautor des Jahres
Los Angeles Film Critics Association Awards 1992
- Bester ausländischer Film
National Board of Review 1992
- Vielversprechendstes Schauspieldebüt (Jaye Davidson)
National Society of Film Critics Awards 1993
- Bester Hauptdarsteller (Stephen Rea)
New York Film Critics Circle Awards 1992
- Beste Nebendarstellerin (Miranda Richardson)
- Bestes Drehbuch
PGA Golden Laurel Awards 1993
- Filmproduzent des Jahres
Writers Guild of America 1993
- Bestes Original-Drehbuch
Writers' Guild of Great Britain 1993
- Bestes Drehbuch (Film)
Literatur
- Jordan, Neil: The Crying Game. London : Vintage, 1993. - 0099327112 (engl. Ausgabe)
Weblinks
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"The Crying Game" (Stand:
Tue, May 13th 2008, 15:17)
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