Titan A.E.

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Gary Goldman

Drehbuch

  • Randall McCormick

Schnitt

  • Paul Martin Smith

Produzent

  • David Kirschner

Musik

  • Graeme Revell

Erscheinungsjahr

2000

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Titan A.E.

Länge

ca. 96 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

6 Jahre
Titan A.E. (2000) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Zeichentrickfilm von Regisseur Don Bluth. Im englischsprachigen Original werden die Hauptfiguren von bekannten Schauspielern wie Matt Damon und Drew Barrymore gesprochen.

Handlung

Zu Beginn des 31. Jahrhunderts hat sich die Menschheit in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt: man ist dem Geheimnis der Schöpfung auf der Spur, der Wissenschaftler Sam Tucker und sein Team bereiten das streng geheime „Titan“-Projekt vor, das die Möglichkeiten der Menschheit in bis dato ungeahnte Weiten treiben soll. Doch die Erde gerät dadurch in tödliche Gefahr: Die Drej, eine Rasse bläulich schimmernder Wesen , die vollkommen aus Energie bestehen, greift den Planeten an, da sie die Macht fürchten, zu der die Menschen gelangen könnten. Professor Tucker kann gerade noch seinem Sohn Cale einen Ring anstecken und ihn in ein Rettungsschiff setzen, um sich dann mit der Titan – einem gewaltigen Raumschiff – davonzumachen. Kurz darauf muss Cale mit den anderen Flüchtlingen beobachten, wie das Mutterschiff der Drej die Erde mit einer mächtigen Energiewaffe ins Visier nimmt – und zerstört. Die Explosion ist dermaßen gewaltig, dass die meisten Fluchtschiffe dabei zerstört werden, auch der Mond wird völlig vernichtet. Traurig reisen Cale und seine Freunde an den Rand der Galaxie. Aber die Drej verfolgen sie weiter.

Fünfzehn Jahre später, im Jahr 15 A.E. (After Earth „nach der Erde“), arbeitet Cale auf einem Weltall-Schrottplatz und wird – wie alle Menschen – als zweitklassige Lebensform, als „Streuner“ herabgesetzt und drangsaliert. Als er wieder einmal einen Streit mit einigen Kollegen vom Zaun bricht, kommt ihm ein Fremder zur Hilfe: Professor Tuckers Stellvertreter Joseph Korso hat viele Jahre nach ihm gesucht, da nur Cale und der genetisch verschlüsselte Ring seines Vaters die Titan wiederfinden können, die irgendwo im All versteckt wurde. Cale, der seinem Vater nie verziehen hat, dass er ihn im Stich ließ, verspürt keine große Lust zu helfen. Aber als kurz darauf Drej-Patrouillen eintreffen und ihn töten wollen, flieht er mit Korso auf dessen Schiff, die Valkyrie.

Dort lernt Cale gleich die außerirdische Crew kennen: den lama-gesichtigen Ersten Offizier Preed, die ständig wütende Ingenieurin Stith, die viel Ähnlichkeit mit einem Känguru hat, und schließlich Gune, ein abgedrehtes kleines Reptil mit unwahrscheinlichem IQ und einem verheerenden Gedächtnis („Was ist das? Ich weiß es nicht! Ich hab’s im Schlaf erfunden!“). Die letzte im Bunde ist die süße, aber schlagfertige Akima, eine junge Menschenfrau, die Cales gleichgültige Haltung gegenüber seiner eigenen Art nicht nachvollziehen kann und will.

Sie folgen der Karte, die durch den von Korso aktivierten Ring in Cales Handfläche erscheint, zum Planeten Sesharim, wo es neben viel Wasser und den hochexplosiven Wasserstoffbäumen nur noch eine Sache von Interesse gibt: die Gowl, eine uralte Spezies weiser Vögel. Sie zeigen Cale und seinen Freunden den Weg zur nächsten Etappe ihrer Reise, als plötzlich die Drej angreifen. Trotz der selbstlosen Hilfe der Gowl, bei der einige ihr Leben lassen, werden Cale und Akima von einem der Drej-Schiffe entführt und in das berüchtigte Mutterschiff verschleppt. Während Akima sogleich in einer sargähnlichen Kapsel im All ausgesetzt wird und in die Hände von Sklavenhändlern fällt, entlocken die Außerirdischen Cale das Geheimnis der Karte und sperren ihn ein. Er erkennt jedoch die Funktionsweise der Energiewände und kann fliehen.

Mittlerweile haben Korso und die anderen Akima aus dem Sklavenschiff befreit und die wieder vereinte Crew bricht zur letzten Station, den Eisringen von Tegrin, auf. Cale und Akima kommen sich näher und belauschen zufällig ein Gespräch, das offenbart, dass Korso und Preed mit den Drej gemeinsame Sache machen: sie sollen sie durch Cale zur Titan führen, damit diese zerstört werden kann. Korso erweist sich als noch viel desillusionierter als Cale, er glaubt nicht mehr an eine Zukunft und will für sich das Beste heraus schlagen. Cale und Akima fliehen in die Weltraumkolonie Neu Bangkok, in der Akima aufwuchs. Bei der Flucht wird Akima angeschossen. Sofort sind die beiden jedoch von hilfsbereiten Menschen umgeben, die sich um die nötige medizinische Versorgung kümmern. Cale erfährt zum ersten Mal, wie es ist, unter Wesen seiner eigenen Art zu leben − und ist bald entschlossen, für ihre Sache zu kämpfen.

Mit einem alten Schiff, der Phönix, fliegen Cale und Akima nach Tegrin, wo sie sogleich von der Valkyrie verfolgt werden; sie können aber entkommen und finden im Inneren einer gewaltigen Eishöhle die Titan. Diese erweist sich bei näherem Hinsehen als eine Art Planetenbauer: versorgt man sie mit genug Energie, kann sie der Menschheit eine neue Heimatwelt schenken. Leider ist die Energie aufgebraucht, und als Korso und Preed auftauchen, scheint alles verloren. Letzterer entpuppt sich jedoch als doppelter Verräter und will auch Korso töten, worauf dieser ihn bekämpft und per Genickbruch ausschaltet. Inzwischen haben sich alle Raumschiffe der Drej, darunter auch das Mutterschiff und alle ihre Truppen eingefunden, sogar die Königin ist dabei.

Cale hat inzwischen eine Idee für die Energiequelle: Er programmiert die Relais des Schiffes so um, dass sie die Lebensenergie der Drej anzapfen können. Als diese angreifen, ist es Korso, der Cale hilft, das letzte, defekte Relais in Gang zu bringen: er schiebt sich selbst als Leiter zwischen die Kontakte und wird beim Start der Maschinen getötet. Durch sein Opfer aktiviert sich jedoch die Titan, saugt das aus reiner Energie bestehende Drej-Mutterschiff komplett in sich ein und erschafft aus Sternenstaub, dem Wasser aus den Eisringen und den eingelagerten DNA-Profilen eine neue Welt.

Nach Ende der Prozedur stehen Cale und Akima auf der Oberfläche des Planeten, den Cale trotz Akimas Einwänden „Bob“ nennen will. Zuletzt gleiten Streuner-Schiffe aus allen Teilen der Galaxie heran, der neuen Heimatwelt der Menschen entgegen.

Kritiken

Desson Howe schrieb in der Washington Post vom 16. Juni 2000, die Handlung sei „langatmig“, die Charaktere seien „uninspiriert“, die Spezialeffekte seien „glanzlos“. Howe lobte lediglich die Darstellungen von Matt Damon und Drew Barrymore. Filmkritik von Desson Howe

Luke Y. Thompson von New Times schrieb, die Figuren seien „nervtötend, lieblos“ und die Effekte könnten bei weitem nicht mit anderen Filmen wie Star Wars oder Star Trek mithalten.

Jay Stone von Ottawa Citizen: „Der beste Teil des Films ist die Animation.“

Der Spiegel schrieb zu Titan A.E. „Der als "Zukunft der Animationstechnik" beworbene Film wird auch formal Disney nie das Wasser reichen und ist insgesamt so enttäuschend und bar aller Poesie, dass nichts weiter bleibt, als Ärger.“

Der Kritiker Christoph Huber schrieb auf www.allesfilm.com folgende Kritik: „Hier wird Altvertrautes neu kombiniert - immerhin im Geiste des Manga. Für ihre Science-Fiction-Welten haben sich Don Bluth und Gary Goldman durchaus bemüht: Da gibt es schöne Planetenlandschaften (etwa eine endlos verspiegelte Eiswelt oder ein von hochexplosiven Wasserstoffballons überdachtes Seengebiet mit fledermausartigen Bewohnern) und eindrucksvolle Geschwindigkeitssteigerung ist an der Tagesordnung. Tatsächlich ist dieser Film der feuchte Traum eines Dreizehnjährigen.“

Hintergrund

Konzept

Wie die meisten von Don Bluths Werken hebt sich auch Titan A.E. vom typischen Disney-Zeichtrick-Konzept ab: statt Musical-Musik gibt es Rocksounds, und auch die Brutalität der Action ist ausgeprägter, was die Altersfreigabe ab 6 verwunderlich erscheinen lässt. Als besonders gewalttätig gelten folgende Szenen:

  • Als die Drej Cale in einer Bar entdecken, schießt Korso einem von ihnen den Arm ab.
  • Als Cale und Korso von den Drej auf der Raumstation verfolgt werden, verrät ein zitternder Außerirdischer den Drej, dass sich Korso und Cale nach unten geschlichen haben. Einer der Drej feuert daraufhin auf das Wesen, und man kann Schleim aus dessen Körper durch die Gegend fliegen sehen. Kurz darauf sagt der übrig gebliebene Mund des Außerirdischen: "Volltreffer!".
  • Korso bricht Preed den Nacken, wobei man deutlich ein lautes Knacken hören kann. Dann schleudert er den Körper weg.
  • Eine Schießerei auf dem Planeten der fledermausartigen Außerirdischen kostet viele Angehörige dieser Spezies das Leben.


Bemerkenswert ist auch die Kombination handgezeichneter Figuren mit computeranimierten 3D-Umgebungen: in der Regel sind alle Hintergründe, Gegenstände und Lichteffekte computerbearbeitet, während die meisten Lebewesen handgezeichnet sind. Das Resultat ist ein größtenteils computeranimierter Film ohne sogenanntes Uncanny Valley.

Rezeption

Für das Produktionsstudio 20th Century Fox erwies sich der Film als katastrophaler Flop: obwohl von den Kritikern nicht unterdurchschnittlich beurteilt, spielte er in den USA nur 22,7 Millionen US-Dollar (weltweit: 36,7 Mio. US-Dollar), also einen Bruchteil der beträchtlichen Produktionskosten (ca. 75 Mio US-Dollar) wieder ein und sorgte für die Schließung der Zeichentrickabteilung von Fox. Don Bluth hat seither kein weiteres Filmprojekt mehr in Angriff genommen.[1]

Quellen



Weblinks



Titan A.E.



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Titan A.E." (Stand: Sun, May 11th 2008, 22:20) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.