Topas
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Per-Axel Arosenius als Boris Kuzenov
- Roscoe Lee Browne als Philippe Dubois
- John Forsythe als Michael Nordstrom
- Philippe Noiret als Henri Jarre
- Michel Piccoli
als Jacques Granville
- Atlantic City, USA
- Belle de Jour – Schöne des Tages
- Berühre nicht die weiße Frau
- Blutige Hochzeit
- Brennt Paris?
- Das Gespenst der Freiheit
- Das große Fressen
- Das Mädchen und der Kommissar
- Der diskrete Charme der Bourgeoisie
- Der Maulwurf
- Die Dinge des Lebens
- Die letzte Frau
- Die Mädchen von Rochefort
- Die Milchstraße
- Die schöne Querulantin
- Die Spaziergängerin von Sans-Souci
- Die Verachtung
- Eine Komödie im Mai
- Gefährliche Züge
- Hexenjagd (1957)
- Hundert und eine Nacht
- Mado
- Mord im Fahrpreis inbegriffen
- Themroc
- Trio Infernal
- Vincent, François, Paul und die anderen
- Michel Subor als François Picard
- Claude Jade
als Michèle Picard
- Bonsoir
- Das große Geheimnis
- Das Mädchen aus der Via Condotti
- Das Nordkap
- Der Abbé und die Liebe
- Der Rächer aus dem Sarg
- Der Zeuge
- Die Insel der dreißig Tode
- Ein Pauker zum Verlieben
- Findelkind
- Geraubte Küsse
- Kerzenlicht
- Le bateau sur l'herbe
- Lenin in Paris
- Liebe auf der Flucht
- Mein Onkel Benjamin
- Rendezvous in Paris
- Rendezvous in Paris (1982)
- Schach dem Roboter
- Schach dem Roboter
- Teheran 43
- Tisch und Bett
- Trautes Heim
- Una spirale di nebbia
- Zwischen Tod und Leben
- John Vernon als Rico Parra
- Karin Dor
als Juanita Cordoba
- Das blaue Meer und Du
- Das Geheimnis der schwarzen Witwe
- Der Fälscher von London
- Der grüne Bogenschütze
- Der letzte Mohikaner (Reinl 1965)
- Der Schatz im Silbersee
- Der Teppich des Grauens
- Der unheimliche Mönch
- Der Würger von Schloß Blackmore
- Die Antwort kennt nur der Wind
- Die Nibelungen (1967)
- Die Schlangengrube und das Pendel
- Ich bin die Andere
- Ich, Dr. Fu Man Chu
- Im weißen Rößl (1960)
- Man lebt nur zweimal
- Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
- Rosen-Resli
- Zimmer 13
- Dany Robin als Nicole Devereaux
- Frederick Stafford als André Devereaux
Anzeige:
Regie
- Alfred Hitchcock
Drehbuch
- Samuel A. Taylor
Kamera
- Jack Hildyard
Schnitt
- William H. Ziegler
Produzent
- Alfred Hitchcock
Musik
- Maurice Jarre
Erscheinungsjahr
1969Produktionsland
USAOriginalsprache
EnglischOriginaltitel
TopazLänge
120 MinutenAltersfreigabe (FSK)
12 JahreHandlung
Topas erzählt eine Agentengeschichte aus dem , die 1962, kurz vor der , spielt. Der stellvertretende sowjetische -Chef Boris Kuzenov läuft mit Frau und Tochter in Kopenhagen zu den Amerikanern über. Nachdem er im Verhör die schon vorher bestehende Vermutung bestätigt, dass auf der Insel Kuba sowjetische Militärtechniker im Einsatz sind, müssen der amerikanische Agent Nordstrom und sein französischer Freund und Kollege André Devereaux herausfinden, ob sich auf Kuba tatsächlich sowjetische Atomraketen befinden. Zur Bedeutung des Decknamens „Topas“ befragt, gibt sich Kuzenov zunächst unwissend. Devereaux und seine Frau Nicole begleiten inzwischen ihre Tochter Michèle und Schwiegersohn François Picard bei deren Flitterwochen nach New York. Nordstrom erwartet sie dort und drängt den französischen Diplomaten zu einem geheimen Einsatz, um bei der kubanischen UNO-Delegation erste Erkenntnisse über das sowjetische Militärengagement auf der Karibikinsel zu gewinnen. Anschließend reist Devereaux gegen den Willen seiner besorgten Frau nach Kuba, beschafft Beweise zur Stationierung von Raketen auf der Insel und verliert dort seine Geliebte Juanita, die für ihn die Kubaner ausspioniert hat. Juanita wird von ihrem Liebhaber, dem kubanischen Regierungsmitglied Rico Parra, der ihr die Folter ersparen will, in einer Umarmung erschossen. Nach Washington zurückgekehrt, erhält Deveraux die Möglichkeit einer persönlichen Unterredung mit Kuzenov, dem sowjetischen Überläufer. Der eröffnet ihm, was hinter dem Decknamen „Topas“ steht: Hohe Beamte des französischen Geheimdienstes Sûreté arbeiten als Doppelagenten für den KGB. Devereaux folgt dann seiner Familie nach Paris, wo seine Tochter Michèle vergeblich versucht, die inzwischen getrennten Eltern zu versöhnen. André setzt den als Journalisten arbeitenden François auf den Spionagering „Topas“ an. Doch als André und Michèle in die Wohnung des Spions Jarre eilen, ist dieser tot und François verschwunden. Was Devereaux nicht weiß, ist, dass seine eigene Frau mit dem Chef des Agentenrings, einem ehemaligen Résistance-Mitstreiter Andrés, eine Affaire hat. Als plötzlich der verletzt heimkehrende François die weinende Michèle in die Arme nimmt und eine Telefonnummer nennt, die zum Chef von „Topas“ führt, gesteht Nicole.Kritiken
Der Film wurde kein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. Nach Meinung verschiedener Filmkritiker war das Aufgebot an internationalen Stars zu gering und machte den Film daher nicht attraktiv genug für das US-amerikanische Publikum. So funktionierten Michel Piccoli, Philippe Noiret und die junge Claude Jade eher für den europäischen Markt.- Die New York Times äußerte sich 1969 als eine der wenigen positiv über den Film. Vincent Canby lobte die wundervoll komponierten Sequenzen, die Ironie und die kleinen Absurditäten. Er lobt Hitchcock als eigentlichen Star des Films und schätzte Topas höher als Hitchcocks Spionagethriller Der Auslandskorrespondent, Saboteure und Der zerrissene Vorhang. Schließlich lobt Canby, dass Topas frei sei von zeitgenössischen Kinoklischees und auf Agentenschnickschnack à la James Bond verzichtet. Topas sei nicht nur unterhaltsam, er sei eine Vorsichtsfabel („cautionary fable“) eines der moralischsten Zyniker der damaligen Zeit. 'Topaz': Alfred Hitchcock at His Best
Cameo
Bei der Szene am Flughafen LaGuardia, wo Claude Jade und Michel Subor in New York eintreffen, sieht man Alfred Hitchcock, wie er aus einem Rollstuhl aufsteht (siehe Cameo-Auftritt).Sonstiges
Insgesamt sind in der Handlung, die in fünf verschiedenen Städten spielt, zehn weitgehend gleichgewichtige Hauptpersonen involviert, von denen keine die sonst für die Filmgattung typischen heldenhaften Charakterzüge zeigt. In den Hauptrollen um den Anti-Helden Frederick Stafford spielen die Französinnen Dany Robin, Claude Jade, deren Landsmänner Michel Piccoli, Philippe Noiret und Michel Subor, der Brite John Vernon und die Deutsche Karin Dor.Hitchcock und Drehbuchautor Samuel A. Taylor arbeiteten noch während des Drehs am Drehbuch, nachdem die erste Fassung durch den Romanauror Leon Uris als unbrauchbar verworfen wurde.
Es wurden zwei unterschiedliche Schlusssequenzen gedreht, die beide nicht verwendet wurden. In der ersten will sich der französische Agent André Devereaux nach einer Sitzung mit Frau, Tochter und Schwiegersohn mit seinem alten Freund und jetzt bekannt gewordenem Verräter Jacques Granville in einem Fußballstadion duellieren. Während François als Sekundant fungiert, bangen Nicole und Michèle vor dem Stade Charléty. Granville wird dabei jedoch von einem sowjetischen Attentäter aus dem Hinterhalt erschossen. Diese von Hitchcock bevorzugte Szene fiel jedoch nach den Testvorführungen („previews“), in der das Ende des Films am meisten bemängelt wurde, der Schere zum Opfer, genauso wie die zweite Alternative: Hier steigen beide jeweils in ein anderes Flugzeug ein, das eine startet Richtung Paris (mit André Devereaux an Bord), das andere Richtung Moskau (mit Granville an Bord). Diese Version wurde ursprünglich auch in England aufgeführt und seit 2005 auch in Deutschland mehrfach vom Fernsehsender Das Vierte ausgestrahlt.
In den USA war es zur Zeit des „Kalten Kriegs“ aus politischen Gründen nicht opportun, dass der „böse“ russische Agent Granville unter dem Schutz der diplomatischen Immunität unbehelligt in die Sowjetunion abreist. Das „offizielle“ Filmende für den amerikanischen Markt wurde daher nachträglich verändert und beinhaltet, dem amerikanischen Geschmack entsprechend, den Selbstmord Jacques Granvilles. Diese Szene ist aber nicht gedreht worden, vielmehr manipulierten die Studios das vorhandenes Filmmaterial. Sie verwendeten eine frühere Szene, in der der gehbehinderte Henry Jarre in das Haus von Jacques Granville geht. Man sieht dann schemenhaft eine Gestalt im Haus verschwinden, die man als Zuschauer für Granville hält. Diese Einstellung bleibt als Standbild, und ein Schuss ertönt.
Für den Film wurden Drehorte in Kopenhagen, Paris, Wiesbaden, New York, Washington D.C., Salinas (Kalifornien) und Tonbühnen bei Universal verwendet. Dort wurden eine kubanische Straße, ein Hotel in Harlem mit komplettem Straßenzug und Teile des Flughafens La Guardia nachgebaut.
Unterschied zum Roman
Im Roman von Leon Uris wird François Picard ermordet. Daraufhin flüchten François' Witwe Michèle und ihre Mutter Nicole über Spanien nach Amerika. In einer Telefonzelle erfährt André, dass Frau und Tochter die Flucht geglückt ist. André stirbt in der Telefonzelle. In der ersten Hälfte des Romans ist Michèle mit dem Snob Tucker Brown III verlobt. Diese Figur findet im Film keinerlei Erwähnung, da Hitchcock bereits zu Beginn Michèle und François als Paar einführt.Außerdem werden im Roman Juanita und Parra von Parras Gefolgsmann Munoz zu Tode gefoltert. Von daher stammt die berühmteste Szene des Films (ebenso wie die spannenden Sequenzen von Michèles Angst um François) − die Ermordung Juanitas durch Parra − nicht aus dem Roman.
Ebenso verzichtet Hitchcock auf die Konsequenz des Romans: Der führende (Anti)held stirbt in einer Telefonzelle.
Medien
DVD - Topas - Universal 903 559 9Der Film ist auf der DVD im 4:3-Vollbild enthalten statt des ursprünglichen Cinemascope. Alle drei Filmenden sind als Bonus-Material enthalten (hier in Cinemascope), sowie eine filmhistorische Einschätzung von Leonard Maltin.
Einzelnachweise
Literatur
- Leon Uris: Topas. Roman (OT: Topaz). Heyne, München 1996, ISBN 3-453-00225-3
- Robert A. Harris, Michael S. Lasky, Hrsg. Joe Hembus: Alfred Hitchcock und seine Filme (OT: The Films of Alfred Hitchcock). Citadel-Filmbuch bei Goldmann, München 1976, ISBN 3-442-10201-4
Weblinks
- Kritik in der filmzentrale
- Liste der Tonträger mit der Filmmusik
- Lobbycard "Topaz" Frederick Stafford, Claude Jade
- Foto: Frederick Stafford, Claude Jade in "Topas" (Topaz) von Alfred Hitchcock
Topaz Topaz
토파즈
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Topas (Film)" (Stand:
Tue, Apr 15th 2008, 08:33)
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