Ultraviolet

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Kurt Wimmer

Drehbuch

  • Kurt Wimmer

Kamera

  • Jimmy Wong

Schnitt

  • William Yeh

Produzent

  • Lucas Foster

Musik

  • Klaus Badelt

Erscheinungsjahr

2006

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Ultraviolet

Länge

88 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

ab 12 Jahre
Ultraviolet ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 2006. Die Regie führte Kurt Wimmer, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen spielten Milla Jovovich und Cameron Bright.

Handlung

Am Ende des 21. Jahrhunderts bricht durch genetische Modifikationen an einem in Osteuropa seit Jahrhunderten bekannten Virus eine rätselhafte neue Krankheit mit Namen Hemophagia aus, an der unter anderen die Krankenschwester Violet Song jat Shariff erkrankt. Die kranken Menschen verändern sich und werden Vampiren ähnlich. Die Regierung versucht, sie auszulöschen, indem sie sie in Lager sperren und dann töten. Violet wird von ihnen zum Abbruch ihrer Schwangerschaft gezwungen, überlebt jedoch und wird zur Kämpferin für die Vampire.

Ein Bürgerkrieg bricht aus, als die Regierung unter der Führung des skrupellosen Vizekardinals Ferdinand Daxus die Kranken endgültig vernichten will. Violet Song jat Shariff stiehlt eine tödliche Waffe aus einem Regierungslabor, die sich als ein kleiner Junge entpuppt, in dessen Adern Blut fließt, das alle Vampire töten könnte. Sie bringt es jedoch nicht über sich, das Kind von den Anderen ihrer Art töten zu lassen, und flieht mit ihm. Auf der Flucht treffen sie auf Vizekardinal Daxus, der erklärt, der Junge, der sich selbst nur als Six bezeichnet, sei sein Sohn.

Violet kann mit dem Jungen entkommen und erklärt ihm, dass sich in seinem tödlichen Blut wahrscheinlich auch die einzige Rettung für sie und die anderen Kranken befindet. Sie bringt ihn zu ihrem Bekannten Garth, einem Wissenschaftler, der einige Blutuntersuchungen macht. Daxus macht sich derweil daran, die übrigen Vampire auszulöschen; diese überwältigen jedoch seine Leibwächter und stellen sich ihm zum Duell. Er tötet jedoch alle bis auf den Anführer, Nerva, ohne auch nur etwas von der Tasse zu verschütten, die er nebenbei trinkt. Danach will er etwas mit Nerva besprechen.

In Garths Versteck spricht Violet mit Six über ihre zerstörten Träume von einer Familie und Kindern. Sie ist sehr schwach und braucht eine heilende Transfusion von Garth. Dieser eröffnet ihr auch, dass Six keinerlei Gifte oder Heilmittel im Blut hat, sondern nur ein radioaktiver, selbst an tödlichem Zellverfall leidender Peilsender ist. Daraufhin verlassen Violet und Six das Versteck und werden schon bald von Daxus' Peilung entdeckt. Violet will den Jungen daraufhin in einem öffentlichen Gebäude zurücklassen, bringt es jedoch nicht über sich und will ihn vor seinen Häschern retten. Während diese ein anderes Kind töten, wird Six von den überlebenden Vampiren um Nerva entführt.

Violet verfolgt sie zu einem Friedhof, in dessen Kapelle Nerva den Jungen gefangen hält. Er offenbart ihnen, dass Six in Wahrheit ein Gift in sich trägt, das nicht alle Vampire, sondern alle Menschen töten könnte. Danach greifen seine Untergebenen sie an, werden aber ohne größere Schwierigkeiten von ihr überwältigt. Nerva lässt den Jungen in einen Brunnenschacht fallen und versucht, Violet zu töten. Diese besiegt ihn jedoch und rettet Six. Um eine Rettung für ihn zu finden, nimmt sie holotelefonischen Kontakt mit Daxus auf. Von ihm erfährt sie, dass Six ein seiner selbst ist, der sechste von acht, um genau zu sein.

Nachdem sie den Anruf zurückverfolgt hat, begibt sich Violet mit ihrem Schützling zu Daxus' von 700 Leibgardisten bewachtem Hauptquartier. Dort erfährt sie vom eigentlichen Plan des Vizekardinals: Nachdem die Drohkulisse der Vampire fast ausgelöscht ist, will er mit dem Anti-Menschen-Gift und dem Gegenmittel, das nur er besitzt, weiterhin die totale Kontrolle über die Gesellschaft aufrechterhalten. Danach eröffnen seine Männer das Feuer auf sie, stellen aber fest, dass sie nur ein Hologramm ist. Die echte Violet ist mit Six in Sicherheit, wird aber kurz nach dessen Tod von Daxus' Männern gestellt und getötet.

Garth erweckt sie später wieder zum Leben. Als sie ihn entsetzt fragt, warum er es getan habe, wird aus seinem Blick klar, dass er sie liebt. Sie verlässt ihn jedoch und wandert ziellos durch die Stadt, Menschen beobachtend, die ein glücklicheres Leben haben als sie. Von allen verlassen, will sie sich selbst töten, als Garth sie auf dem Handy anruft und ihr erklärt, Six habe auf einem Blatt Papier eine Formel aufgeschrieben, die etwas mit dem Hemophagia-Virus zu tun hat. Sie begibt sich daraufhin erneut zu Daxus, der gerade dabei ist, das Virus von Six auf einen neuen Klon zu übertragen, und richtet unter den Sicherheitskräften ein wahres Blutbad an, bis sie Daxus selbst stellt.

Erst jetzt offenbart Daxus, dass er selbst der Labortechniker war, durch den das Virus einst freigesetzt wurde: Er war der erste Vampir. Die beiden liefern sich mit brennenden Schwertern ein Gefecht im Dunkeln, das Daxus scheinbar gewinnen kann. Violet kann Daxus jedoch ablenken, um ihn mit dem Flammenwerfer in Brand stecken, den Daxus zuerst gegen sie verwenden wollte, es jedoch nicht konnte, da Violet die Zündflamme mit einem Blutsspritzer gelöscht hatte. Zum Schluss streckt Violet den nun brennenden Daxus mit einem Schwerthieb nieder.

Zuletzt ist Violet mit Six auf dem Dach. Der Junge hat überlebt, da eine Träne von Violet bei seinem Tod auf sein Gesicht gefallen ist, durch die er mit dem Vampirvirus infiziert wurde. Die beiden verlassen gemeinsam das brennende Gebäude.

Kritiken

James Berardinelli schimpfte auf ReelViews, er habe jeden Cent bedauert, den er für die Kinokarte ausgegeben habe. Er lobte die Regie und die Stilistik des Films, verspottete aber das Drehbuch und die Dialoge.

TV Spielfilm schrieb: „Die krude Sci-Fi-Mär ist lieblos mit dem Samurai-Schwert zusammengehackter Pixel-Schrott mit blutleeren Darstellern – eine Aneinanderreihung von peinlichen Dialogen und Hochglanz-Martial-Arts-Turnübungen, die nicht einmal für Freunde schneidiger Sci-Fi-Miezen taugt.“

Hintergrund

Produktion

Die Produktion des Films kostete etwa 30 Millionen US-Dollar. Regisseur und Drehbuchautor Kurt Wimmer griff erstmals im Film Equilibrium die von ihm erfundene Kampfkunst Gun Kata auf, bei der der Kämpfer mit Logik und Mathematik die Schussbahnen der auf ihn abgefeuerten Kugeln vorausberechnet, um sie gegen seine Angreifer zu verwenden. gunkatta.com, Website zu Gun Kata

Das Drehbuch orientiert sich in weiten Teilen an Gloria, die Gangsterbraut von 1980. Die Premiere in den USA erfolgte am 3. März 2006.

Sonstiges

  • Regisseur Kurt Wimmer hat einen Cameo als einer von Nervas Leibwächtern.
  • Das Biohazard-Warnzeichen taucht an verschiedenen Stellen auf; das Mündungsfeuer von Violets Pistolen ähnelt ihm ebenso wie Daxus' aus der Luft betrachtetes Hauptquartier.
  • Der Film verwendet mehrmals die fiktive Sprache Thaihindi, eine offensichtliche Mischung aus Thai und Hindi.
  • Der Verleih ScreenGems, ein Tochterunternehmen von Sony, schnitt den Film gegen den Willen Wimmers von ursprünglich 120 min auf 95 min und dann noch mal auf 88 min um ein PG-13 rating (vergleichbar mit der dt. FSK 12) zu bekommen. Er war strikt dagegen und sichtlich verärgert. Viele Fans sind sich darin einig und stimmen damit mit Wimmer überein, dass vor allem die massiven Kürzungen Sonys zur Verschlechterung der Qualität des Films beigetragen haben.
  • Die Eröffnungssequenz zeigt eine Reihe von Comicheften, wodurch verdeutlicht werden soll, dass die Atmosphäre des Films an Comichefte angelehnt ist, obwohl der Film auf keinem Comic oder Manga basiert.


Adaptionen

Das japanische Animationsstudio Madhouse plant eine Umsetzung des Films als Anime-Fernsehserie mit dem Titel Ultraviolet: Code 044. Die erste Folge soll am 1. Juli 2008 ausgestrahlt werden. AnimeY über den Anime

Weblinks



Belege





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Ultraviolet (Film)" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.