Vernetzt – Johnny Mnemonic

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Robert Longo

Drehbuch

  • William Gibson

Kamera

  • François Protat

Schnitt

  • Ronald Sanders

Produzent

  • Robert Lantos

Musik

  • Brad Fiedel

Erscheinungsjahr

1995

Produktionsland

Kanada

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Johnny Mnemonic

Länge

ca. 92 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

keine Jugendfreigabe Jahre
Vernetzt – Johnny Mnemonic ist ein Film des US-amerikanischen Regisseurs Robert Longo aus dem Jahr 1995. Der Actionfilm basiert auf der zum Science-Fiction Sub-Genre Cyberpunk gerechneten Kurzgeschichte Der mnemonische Johnny von William Gibson und wurde von den Filmstudios Alliance Communications Corporation, Cinévision und TriStar Pictures produziert. Die bisher einzige weitere Verfilmung eines Werkes von William Gibson ist New Rose Hotel.

Handlung

Es geht in dem Film um Johnny (), der als arbeitet.In dieser Zeit ist das wichtigste Gut Information. Daher gibt es Kuriere, die einen Teil ihres Gehirns zu einem Datenspeicher umfunktionieren lassen um wertvolle Daten sicher zu übermitteln, allerdings verliert man dabei einen Teil seines Gedächtnisses. Johnny ist einer von ihnen, bekommt aber einen Auftrag, der für seinen Speicher zu groß ist. Daraufhin leidet er unter schweren Flashbacks seiner Kindheit, die er für den Speicher geopfert hat. Um nicht an der Überlastung seines Hirns zu sterben, muss er die Daten innerhalb von 24 Stunden aus seinem Gehirn entladen haben. Dieses Unterfangen gestaltet sich allerdings sehr schwierig, da ein riesiger Pharma- hinter ihm her ist. Die Daten in Johnnys Kopf ermöglichen ein Heilmittel für NAS - Nerve Attenuation Syndrome, die schwerste Seuche seit Menschengedenken. Dieses Wissen will der Konzern für sich behalten, da die Unterdrückungsmedizin für diesen viel mehr Geld bringt als das Heilmittel.Johnny wird jedoch von einer Untergrundbewegung, den Low-Tecs - der gegen die Konzerne und deren Unterdrückung kämpft - in seinem Kampf unterstützt, und schließlich kann das Heilmittel doch ans Licht kommen.

Rezeption

Nach dem überwältigenden Erfolg von Gibsons Kultroman Neuromancer wurde eine Verfilmung des selben in SF-Kreisen seit 1984 ungeduldig erwartet, obwohl es allenthalben Warnungen gab, dass Gibsons Prosa als Film nicht funktionieren würde. Regelmäßig tauchten Gerüchte über begonnene Dreharbeiten oder Drehbücher auf. 1995 stellte sich eine der vermeintlichen Neuromancer-Verfilmungen tatsächlich als eine Verfilmung der älteren Kurzgeschichte Johnny Mnemonic heraus. (Eine andere entpuppte sich später als Matrix.) In dieser hatte Gibson die wichtigsten Elemente seiner Sprawl-Welt, in der viele seiner frühen Romane und Kurzgeschichten spielen, entwickelt. Für den Film wurden jedoch nur die Figuren und Schauplätze verwendet, Geschichte und Motive der Handelnden wurden völlig verändert.

Entsprechend vernichtend fiel das Urteil vieler Kritiker aus: Kenner von Gibsons Werken bemängelten das Fallenlassen der ursprünglichen, komplexen Handlung zugunsten eines eher geradlinigen, hollywoodkompatiblen Action-Plots. Des Weiteren wurden die naiven Dialoge und das eher lustlose Spiel der Hauptdarsteller kritisiert. Immerhin ist der Film stellenweise visuell beeindruckend und kann als Einstieg in eine nähere Beschäftigung mit Gibsons Romanen dienen.

Kritiken

  • „Erstmals wurde eine Kurzgeschichte des Cyberpunk-Erfinders William Gibson für die Leinwand adaptiert. Gibson selbst schrieb das Drehbuch, als Regisseur wurde der New Yorker Konzeptkünstler Robert Longo engagiert. Das Ergebnis überzeugt durch aufwendige Ausstattung und trickreiche Spezialeffekte, die dem Sci-Fi-Setting durchaus gerecht werden.“ (Blickpunkt: Film)
  • „Ein eklektischer, passagenweise harter Thriller im Cyberspace-Ambiente mit ungewöhnlicher Besetzung, einem Künstler-Regisseur und beeindruckenden Special-Effects. Aus Versatzstücken des Genres und mit eindimensionaler B-Movie-Dramaturgie versehen, aber spannend und durch seine Mixtur schon wieder originell.“ (film-dienst 22/1995)


Auszeichnungen

Der Produzent Don Carmody gewann im Jahr 1996 den Genie Award, der Film wurde in zwei weiteren Kategorien für den gleichen Preis nominiert. Keanu Reeves wurde 1996 für die Goldene Himbeere nominiert.

Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Vernetzt – Johnny Mnemonic" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:24) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.