Vier Fliegen auf grauem Samt
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Tom Felleghy als Polizist
- Oreste Lionello als „Professor“
- Aldo Bufi Ladi als Pathologe
- Fabrizio Moroni als Mirko, Bandmitglied
- Calisto Calisti
- Francine Racette als Dalia, Ninas Cousine
- Costanza Spada als Maria Pia
- Stefano Satta Flores als Andrea
- Marisa Fabbri als Amelia, Haushälterin
- Bud Spencer
als „God“ Gottfried
- Aladin
- Auch die Engel essen Bohnen
- Banana Joe
- Benutzer:Omerzu/Test
- Bud, der Ganovenschreck
- Buddy haut den Lukas
- Charleston – Zwei Fäuste räumen auf
- Das Krokodil und sein Nilpferd
- Der Bomber
- Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen
- Die Miami Cops
- Die rechte und die linke Hand des Teufels
- Die Troublemaker
- Eine Faust geht nach Westen
- Gott vergibt … wir beide nie
- Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel
- Heute ich… morgen Du!
- Plattfuß in Afrika
- Plattfuß räumt auf
- Sie nannten ihn Mücke
- Sie nannten ihn Plattfuß
- Vier Fäuste für ein Halleluja
- Vier Fäuste gegen Rio
- Vier Fäuste gegen Rio
- Vier für ein Ave Maria
- Zwei außer Rand und Band
- Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle
- Zwei Missionare
- Zwei sind nicht zu bremsen
- Zwei wie Pech und Schwefel
- Mimsy Farmer als Nina Tobias
- Jean Pierre Marielle als Gianni Arrosio
- Michael Brandon als Roberto Tobias
Regie
- Dario Argento
Drehbuch
- Mario Foglietti
Kamera
- Franco Di Giacomo
Schnitt
- Françoise Bonnot
Produzent
- Salvatore Argento
Musik
- Ennio Morricone
Erscheinungsjahr
1971Produktionsland
ItalienOriginalsprache
ItalienischOriginaltitel
Quattro mosche di velluto grigioLänge
103 MinutenAltersfreigabe (FSK)
18 JahreArgentos Film wird oft als dritter Teil einer losen „Tier-Trilogie“ angesehen, die 1969 mit Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe ihren Anfang nahm und 1971 mit Die neunschwänzige Katze fortgesetzt wurde. Obwohl die Verfilmungen inhaltlich nicht zusammenhängen, beruhen sie doch alle drei auf einem speziellen, titelgebenden Tier, das stets der Schlüssel zur Aufklärung eines Geheimnisses ist.
In Deutschland wurde der Film erstmals am 19. Mai 1972 veröffentlicht.
Handlung
Italien in den 1970er Jahren. Der junge Schlagzeuger einer Rockband, Roberto Tobias, fühlt sich seit einer Woche von einem Unbekannten beschattet. Eines Abends bemerkt der genervte Musiker die Gegenwart seines vermeintlichen Observierers, dem er in ein nahezu menschenleeres Theater folgt, wo er ihn schließlich zur Rede stellt. Daraufhin kommt es zu Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf das schwarzgekleidete Subjekt ein präpariertes Messer zückt. Roberto rammt dem Fremden, von dem er sich verfolgt fühlt, versehentlich die Scheinwaffe in den Leib, woraufhin der Getroffene nach einem Sturz bewegungslos liegen bleibt. Das Opfer namens Carlo Marosi ist augenscheinlich tot, erfreut sich jedoch – vom Hauptdarsteller unbemerkt – bester Gesundheit! Kurz nach seiner im Affekt begangenen Tat bemerkt der geschockte Drummer einen maskierten Augenzeugen, der den inszenierten Totschlag aus einer gut einsehbaren Position fotografiert. Wenige Augenblicke später ist der vermummte Zeuge allerdings verschwunden. Der apathische sich schuldig fühlende Roberto verschweigt diesen Vorfall, informiert aus Angst weder seine androgyne Frau Nina noch die Polizei.In den darauffolgenden Tagen tauchen unheilvolle und belastende Fotos des nächtlichen Gewaltaktes auf, gepaart mit anonymen Briefsendungen und geheimnisvollen Botschaften. Der seelische und körperliche Zustand Robertos verändert sich besorgniserregend. Er träumt nachts alptraumartig von bizarren, orientalischen Enthauptungen. Nach einer angsteinflössenden Drohung wird dem Musiker, der immer mehr zum Opfer avanciert, bewusst, dass der „Fotograf“ ein perverses Spiel mit ihm treibt, er ihn langsam an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt. In dieser Situation vertraut sich der terrorisierte und gepeinigte Roberto endlich seiner Frau an. Die intime Unterredung wird dabei heimlich von ihrer älteren Haushälterin Amelia belauscht, die sich bald erpresserisch an den Täter wendet und dafür im weiteren Verlauf der Handlung brutal ermordet wird.
Roberto beschließt derweil aktiv gegen den Unbekannten vorzugehen, den er in seinem erweiterten Bekanntenkreis vermutet. Auf Anraten seines verwahrlosten Freundes Gottfried, eines heruntergekommenen mürrischen Aussteigers, engagiert er den exzentrischen, homosexuellen Privatdetektiv Gianni Arrosio und einen Sonderling namens „Professor“.
Zeitlich versetzt steigert der maskierte Wahnsinnige, der mit Psychoterror begann, seine Vorgehensweise. Er wird zum Mörder. Amelia ist der Auftakt einer ganzen Serie von Todesfällen in Robertos näherer Umgebung, darunter auch das vermeintliche Mordopfer vom Anfang des Films – Marosi, sowie Privatdetektiv Arrosio. Nach der gewaltsamen Tötung der jungen Dalia, einer Cousine Ninas, erbittet der beauftragte Pathologe von den trauernden Hinterbliebenen die Vollmacht, eine neuartiges geradezu revolutionäres Verfahren zu testen, das es ermöglicht das letzte zum Todeszeitpunkt gesehene Bild des Opfers aus dessen Auge sichtbar zu machen. Als Ergebnis erhält man das wenig aufschlussreiche Bild der titelgebenden vier Fliegen auf grauem Samt.
Am Ende des Films organisiert Roberto eine Schusswaffe und verschanzt sich mit dieser in seinem Haus. Zur nächtlichen Stunde erwartet er dabei den unbekannten Bösewicht, doch zu seiner Verwunderung kommt lediglich seine paranoide Frau Nina. In diesem Moment bemerkt er bei seiner Gefährtin ein seltsames Medaillon mit einer darin eingeschlossenen Fliege – die Identität des mörderischen Unbekannten ist geklärt, es ist Nina! Als Motiv gibt die psychisch labile Frau ein einschneidendes Kindheitserlebnis an. Sie wurde jahrelang von ihrem tyrannischen Vater misshandelt, der lieber einen Jungen denn eine Tochter haben wollte. Noch bevor sie sich an ihrem Elternteil für erlittene Qualen rächen konnte, verstarb dieser jedoch plötzlich. Mit der Heirat Robertos, der ihrem Vater äußerlich ähnelt, versucht sie seitdem ein seelisches Gleichgewicht zu finden, indem sie ihren Ehemann nach und nach in den Wahnsinn treibt, um ihn letztenendes nach einer gewissen Leidensperiode zu erlösen. Mit Robertos Waffe verletzt sie ihren erstaunten Ehemann, lässt jedoch von einem Mord ab, nachdem Gottfried die Szenerie betritt. Sie entscheidet sich zur Flucht mit dem Auto, fährt dabei auf einen LKW auf und wird von der heruntergeklappten Ladeklappe enthauptet.
Hintergrund
Bei Argentos dritter Regiearbeit war sein Freund Ennio Morricone für die musikalische Untermalung verantwortlich. Argento war jedoch mit dessen Arbeit unzufrieden und verärgert, so dass er sich mit seinem einstigen Weggefährten zerstritt und sich schließlich von ihm löste. Fortan arbeitete er mit der Progressive-Rock-Band Goblin zusammen.Nach über 20 Jahren gelang es Argento schließlich Mitte der 1990er Jahre wieder Morricone als Komponist für dessen Thriller The Stendhal Syndrome (La sindrome di Stendhal) zu verpflichten.
Kritiken
Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der „reichlich konstruierter Psychokrimi“ sei von „mäßiger Spannung“, obwohl er versucht „den Einbruch des Grauens in ein scheinbar heiles bürgerliches Leben“ aufzuzeigen, sich jedoch in „groben Unwahrscheinlichkeiten“ verliere.vgl. http://www.filmevona-z.de/filmsuche.cfm?wert=28958&sucheNach=titelWeblinks
Einzelnachweise
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Vier Fliegen auf grauem Samt" (Stand:
Wed, May 7th 2008, 15:25)
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