Waterworld

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Kevin Costner

Drehbuch

  • David Twohy

Kamera

  • Dean Semler

Schnitt

  • Peter Boyle

Produzent

  • Lawrence Gordon

Musik

  • Henry Mancini

Erscheinungsjahr

1995

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Waterworld

Länge

136 Minuten; Director's Cut: 176 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Waterworld ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Endzeitgenres, der 1995 gedreht wurde. Er war mit einem Budget von 175 Millionen US-Dollar der bis dahin teuerste Film der Geschichte.

Handlung

Die Handlung spielt in einer Zukunft, in der durch eine nicht näher bezeichnete ökologische Katastrophe die Polkappen der Erde geschmolzen und die Kontinente fast vollständig im Wasser versunken sind. Die wenigen Überlebenden leben als Händler auf Booten oder auf schwimmenden Atollen. Zum kostbarsten Gut sind Süßwasser und Erde geworden, da sie nur sehr schwer gewonnen werden können. Die Smokers, eine Piratenbande, deren Unterschlupf ein alter Öltanker namens „Deez“ ist, bedrohen die ansonsten friedliche Welt. Sie haben ihren Namen daher, dass sie über relativ große Öl- und Zigarettenvorräte verfügen und ständig rauchen. Ihr Anführer ist der einäugige „Deacon“ (Dennis Hopper). Es gibt jedoch eine Hoffnung, die alle gemeinsam haben: Der Mythos von „Dryland“, einem nicht überflutetem Festland.

In dieser Welt durchfährt der Mariner (Kevin Costner) das Meer mit einem Trimaran und treibt Handel zum Leben. Er ist jedoch kein gewöhnlicher Mensch, sondern eine Mutation: er besitzt und kann somit unter Wasser atmen. Während eines Atollbesuchs wird er von den Bewohnern als Mutant erkannt und gefangengenommen. Er soll aus rassistischen Motiven in einer Schlammgrube ertränkt werden, als die Smokers das Atoll angreifen. Während des Gefechts kann der Mariner zusammen mit Helen (Jeanne Tripplehorn) und dem kleinen Mädchen Enola (Tina Majorino) auf seinem Trimaran fliehen. Auf dem Rücken Enolas befindet sich jedoch eine Tätowierung, die angeblich die Position von Dryland verrät, wenn man sie lesen kann. Da diese Tätowierung der Grund für den Angriff der Smokers auf das Atoll war, werden die drei auch auf den Weiten des Ozeans verfolgt.

Zunächst lehnt der Mariner Helen und Enola ab, wirft Enola auch einmal ins Wasser, wobei diese fast ertrinkt, oder will Helen einem anderen Händler als Tauschobjekt überlassen. Nach und nach freundet er sich jedoch auf der Reise insbesondere mit Enola immer weiter an. Schließlich gelingt es den Smokers doch, Enola gefangenzunehmen und den Trimaran des Mariners zu zerstören. Der halbverrückte Erfinder Gregor, ein Freund von Helen, findet jedoch den Trimaran, auf dem der Mariner und Helen im Meer treiben, und rettet beide mit einem selbstgebauten Luftschiff. Der Mariner bricht zu Enolas Befreiung auf. Auf dem Öltanker der Smokers gelingt es ihm, das Öl in den Tanks zu entzünden und in dem daraus entstehenden Chaos Enola zu befreien, worauf das Schiff explodiert und versinkt. Schließlich erreicht er zusammen mit Enola, Helen und Gregor in dessen Luftschiff Dryland. Der Mariner bleibt jedoch nicht dort, da er sich nur auf dem Meer wohlfühlt.

Produktionsnotizen

Der Film geriet in die Kritik, da das geplante Budget von 100 Mio. US-Dollar weit überschritten wurde. Es gab Transportprobleme bei den Dreharbeiten auf dem Wasser und schlechtes Wetter. Nach Ende der Dreharbeiten mussten viele Szenen neu gedreht oder digital umgearbeitet werden, z. B. weil Costners Haarausfall zu deutlich zu sehen war. Auch andere Extrawünsche Costners sollen die Produktionskosten enorm verteuert haben.

Nach den Filmarbeiten kam es zum Zerwürfnis zwischen Kevin Costner und seinem langjährigen Freund, Regisseur Kevin Reynolds, der entlassen wurde. Costner übernahm die Regie dann selbst. Das Zerwürfnis hatte mit dem Filmschnitt von Reynolds zu tun. Er hatte eine Version von ca. 3 Stunden geschnitten. Mit dieser Länge war aber nur eine Abendvorstellung pro Tag in den Kinos möglich. Aufgrund der immensen Kosten war das aber sowohl Universal als auch Costner zu gefährlich und so wurde Reynolds gefeuert, der sich weigerte eine kürzere Version zu schneiden. Die längere Version gibt es trotzdem zu sehen, sie lief schon mehrmals im amerikanischen Fernsehen. Die längere Version enthält u. a. eine Storyline mit einer dritten Kraft in der Wasserwüste, den sog. Slavern, das sind Sklavenhändler, die auf eigens dafür errichteten Atollen Sklaven halten.

Joss Whedon, der Schöpfer der Serien „Buffy“ und „Firefly“ war während der Dreharbeiten als Scriptdoctor angestellt, um die Ungereimtheiten und die Löcher im Plot auszumerzen. Jahre nach dieser Arbeit darauf angesprochen, meinte er, dass es eine der schwierigsten Reparaturen an einem der schlechtesten Skripte war, die er je gelesen hatte. A.V. Club - Joss Whedon Interviewed September 5th, 2001

Seit diesem Film gilt Costner als sogenanntes und Waterworld selbst fälschlicherweise als einer der größten Flops der Kinogeschichte, obwohl der Film seine Kosten mit Einnahmen im weltweiten Vertrieb von 264 Millionen US-Dollar The Numbers: Waterworld - Box Office Data, Movie News, Cast Information. (englisch) mehr als eingespielt hat.

Im Themenpark der Universal Studios in Hollywood kann eine Stuntshow nach den Motiven des Films besucht werden.

Trivia

In einer Szene erkennt man den tatsächlichen Namen des Schiffes der Smoker. Er lautet „Exxon Valdez“. Der Deacon bringt bei einer Ansprache dem "Heiligen St. Joe" ein Opfer in Form einer Flasche Wiskey dar. "St. Joe" ist dabei eine Anspielung auf Joseph Hazelwood, den alkoholkranken Kapitän der Exxon Valdez als diese 1989 havarierte.

Die Smoker nennen das Öl "Go-Juice", zu deutsch also in etwa "Laufsaft". Allerdings kann man mit Rohöl keine Motoren betreiben, stattdessen benötigt man eine Raffinerie zur Weiterverarbeitung.

Der ältere Gelehrte Gregor nennt den Mariner auch Ichthyo sapiens, der auch ein perfekt an das Wasserleben angepasster Mensch zu sein scheint. Jedoch läuft Evolution nicht in so kurzer Zeit und so zielgerichtet ab, wie es der Film vermittelt.

Kritik

Auszeichnungen (Auswahl)

  • Dennis Hopper wurde 1996 für seine Darstellung mit einer Goldenen Himbeere ausgezeichnet.
  • In der Kategorie Bester Sound war der Film für den Oscar nominiert.


Einzelnachweise



Weblinks



Vodní svět



Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Waterworld" (Stand: Mon, May 12th 2008, 11:48) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.