Werner – Beinhart!
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Andi Feldmann als Meister Röhrich/ Andi
- Klaus Büchner als Werner
- Kulle Westphal als Eckat
- I. Stangl als König Griesgram der Grobe /Produzent Gerd GeldhaiStimmen
- Jan Fedder als Herbert/ Bauarbeiter
- Benno Hoffmann als Polizist Bruno
- Johannes Silberschneider als Kanzler/Chauffeur
- Rötger Feldmann als Brösel
- Otto Sander
als The Narrator
- Bin ich schön?
- Das Boot
- Das Herz ist ein dunkler Wald
- Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders
- Der Einstein des Sex
- Der Himmel über Berlin
- Die Blechtrommel
- Eine Liebe in Deutschland
- Einer von uns beiden
- In weiter Ferne, so nah!
- Les Misérables – Gefangene des Schicksals
- Marlene
- Nicht fummeln, Liebling
- Nikolaikirche
- Rosa Luxemburg
- Untersuchung an Mädeln
- Zum Beispiel Otto Spalt
- Ludger Pistor als Pastor Adalbert Amen
- Meret Becker als Rumpelstilzchen
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Regie
- Michael Schaack
Drehbuch
- Rötger Feldmann
Kamera
- Egon Werdin
Schnitt
- Ulrich Steinvorth
Produzent
- Bernd Eichinger
Musik
- Jörg Evers
Erscheinungsjahr
1990Produktionsland
DeutschlandOriginalsprache
DeutschLänge
93 MinutenAltersfreigabe (FSK)
6 JahreDie Zeichentricksequenzen sind lediglich eingeschobene Filme, die auf die jeweilige Situation von Brösels Leidensgeschichte gestützt sind.
Rahmenhandlung
Eines Morgens macht sich ein Pastor eines nordischen Dorfes auf, um mit seinem Mercedes zu seinen Schäflein zu fahren, als sein Fahrzeug den Geist aufgibt. Durch Zufall entdeckt er ein Wesen namens Rumpelstilzchen - ein Erlebnis, das ihm am Ende des Films für die Begegnung mit einem Comiczeichner namens Brösel noch behilflich sein wird.Brösel träumt derweil einen Alptraum, in dem er zum König Grisgram dem Groben eingeladen wurde, um ihn zu erheitern. Dieser und sein haben nicht ohne Grund die gleiche Ähnlichkeit mit seinem Produzenten und dessen rechter Hand. Und scheinbar ist dieser Traum eine Folge des Drucks, unter dem er steht, seinen Werner-Film zu beenden. Der König ist nämlich schwer zu erheitern und ließ schon Stars wie Otto Waalkes, Woody Allen, Wilhelm Busch oder Heinz Erhardt köpfen. Sie alle schafften es nicht, den König zu erheitern. Als sich Brösel an die Arbeit macht, bekommt er unerwartet Hilfe von dem Rumpelstilzchen, die ihm einen Wunderschreiber aushändigt um geniale Einfälle zu zeichnen; als Gegenleistung muss Brösel ihr die Erfüllung eines Wunsches nach Wahl versprechen. Sie gibt ihm sogar den Tipp, etwas aus der Jugend zu nutzen, um den König zu erheitern. Als der König den Film sieht, kann er darüber gar nicht lachen, lässt Brösel köpfen und dieser erwacht aus seinem Traum.
Sein Produzent Gerd Geldhai steht vor der Tür und will endlich, dass Brösel mit seinen Zeichenvorlagen fertig wird. Also beginnt Brösel, an den Tipp aus dem Traum denkend, seine Arbeit zu beenden und die Zeichnungen abzuschicken. Leider verwechselt der Postbeamte wegen einer hübschen Blondine die Pakete und seine Zeichnungen geraten nach Sibirien. Stattdessen bekommt sein Produzent ein Paket voller Wärmflaschen. Brösel startet einen zweiten Versuch und will die Zeichnungen persönlich zum Produzenten bringen. Als er mit seinem Motorrad in einen Tunnel braust, stößt er mit einem LKW zusammen und landet im Krankenhaus. Doch Brösel ist nicht klein zu kriegen. Im Krankenhaus nutzt er sein Raucherbein, um neue Zeichnungen anzufertigen. Diese schließlich schaffen es zur Premiere des Films und befriedigen den Produzenten im vollen Maße. Als Brösel jedoch mal zur Toilette muss, erscheint ihm Rumpelstilzchen und fordert ihn auf, sie zu heiraten, als Dank für ihre Hilfe. Als beide vor dem Pastor stehen, kommt es zu einem Ratespiel, wobei der Pastor durch seine Beobachtungsgabe und sein Erinnerungsvermögen den richtigen Namen errät und sie sich in eine schöne Prinzessin verwandelt. Danach liefern sich die Gäste zur Feier des Tages spontan ein Stimm-Dich-Ein.
Handlung (Zeichentrick)
Das Fußballspiel (Das Bewerbungswerk an den König)
Werner wohnt in einer Dachgeschosswohnung am Wochenmarkt und wirft seinen Fußball mitten hinein, um durch Zufall die Marktverkäufer und dessen Besucher unfreiwillig zu einem Fußballspiel zu animieren. Da der Ball von einer Ecke zur anderen wandert und Stück für Stück den Markt zerstört, kommt es zum Ende zu einer wutentbrannten Schlägerei, die Werner jeweils wie ein Fußballkommentator kommentiert. In diesem Stück werden die Polizisten Bruno und Helmut eingeführt, die unfreiwillig zu Schiedsrichtern gemacht werden.Der Rohrbruch (Vorführwerk beim König)
Dieses Stück beschreibt einen Abschnitt aus Werners Lehrzeit und führt seine Ausbildungsstätte mit Meister Röhrich und Geselle Eckat ein. Das Trio hat den Auftrag bei Frau Hansen einen Rohrbruch zu reparieren. Doch bevor sie in die Wohnung kommen haben sie eine Auseinandersetzung mit Frau Gloer. Werner hat wegen des schweren Beckens ihre Wischarbeit zugrunde gemacht und dabei das Becken fallen lassen. Nun soll er neu feudeln und dann gleich Eckat helfen. Der hat das Problem, dass das Heizungsrohr sich nicht öffnet. Meister Röhrich greift ein und reißt die Leitung ab, sodass die Wohnung überschwemmt wird. Werner wird geschickt, um die Hauptleitung zu schließen, was sich aufgrund des verschwundenen Schlüssels für den Keller als schwierig erweist. Derweil muss Meister Röhrich die Toilette von Frau Gloer freimachen und verklemmt sich so derart, dass er mit dem Kopf im Becken die Toilettenschüssel abreißt. Er torkelt durch die Wohnung und stürzt wie ein Artist aus dem Fenster und wieder zurück. Da Röhrich orientierungslos ist, macht Werner die Situation zu einem Showerlebnis.Baustelle
Wieder einmal sehen wir Werner in seiner Firma. Er soll wichtige Bauteile und Geräte an Eckat zur Großbaustelle schaffen. Die Sachen sind aber so schwer, dass nur ein Anhänger in Frage kommt. Werner glaubt eine Anhängerkupplung abstauben zu können, doch sein Meister regelt das auf seine Art mit einem Stück Draht. Während Werner auf Fahrt ist, träumt er von einem größerem Chopper und rast bergab auf die Baustelle zu. Weil die Bremse seines Mopeds versagt landet er im Schlamm und verteilt die Gegenstände für Eckat in der Gegend. Um den Anhänger rauszuziehen besetzt er den Kran und zerstört so einiges bzw. hebt das Toilettenhäuschen, in dem Röhrich gerade weilt, ab. Eckat rettet ihn vor dem Meister, doch der, wutentbrannt, macht die beiden zur Schnecke. Werner und Eckat sollen konzentiert arbeiten, doch nachdem der Meister verschwunden ist, geht Eckat Bier trinken. Werner nutzt dies, um seine Gasbombe zu bauen. Doch er wird gestört und von Eckat zum Bier mit den Maurern gerufen. Als Röhrich und der Abnahmeleiter Herr Hüpenbecker die Baustelle inspizieren, explodiert Werners Bombe und zerstört einen großen Teil des Rohbaus. Glücklicherweise hat Werner am nächsten Tag Berufsschule.Beim TÜV
Werner trifft Kumpel Herbert beim TÜV. Werner will seinen Wurstblinker eintragen lassen, der auch mit anderen Lebensmitteln nutzbar ist. Herbert hat dagegen einen Bierdosenhalter zum Eintragen. Während die beiden auf die Kontrolleure warten, machen diese sich an den Maschinen zuschaffen und bezeichnen diese als nicht verkehrsgerecht. Es kommt zu einer wilden Diskussion zwischen Werner, Herbert und den Kontrolleuren um die Frage wie ein Motorrad auszusehen hat. Da sich die beiden weigern, die Eintragungen vorzunehmen und es Beleidungen beider Seiten hagelt, entschließen sich Werner und Herbert, den TÜV zu verlassen.Im Krankenhaus
Werner weilt schwerverletzt im Krankenhaus und hat nur den Wunsch nach Ruhe. Aber er wird ständig von den Krankenschwestern und den Putzfrauen gestört. Das aggressive Verhalten Werners bestärkt die Krankenschwestern, ihm einen Einlauf zu verpassen. Doch die Sache geht schief und Werners Bierreserven fluten das Krankenhaus. Der Chefarzt und seine Kollegen werden betäubt und die Oberschwester bekommt ihren eigenen Einlauf zu spüren. Werner flüchtet mit einer Tonne schwimmend aus dem Krankenhaus direkt in Andis Beiwagen und beide "schüsseln" in Richtung Strand. Doch dort angekommen schläft Werner sofort ein. Als seine Kumpel, durch Rauchsignale angelockt ankommen, mixen sie ihm einen kräftigen Kaffee, damit er wieder auf die Beine kommt.Das Lokal (Premieren-Film)
Der letzte Teil spielt sich in einer Kneipe ab, die von einem Berliner geleitet wird. Die Komik setzt sich schon dadurch zusammen, dass der Berliner die Eigenarten der Norddeutschen missversteht und so einiges einstecken muss. Nebenbei gibt es noch eine Skatrunde, deren Mitglieder von Kommunikationsproblemen geplagt werden. Als Werners Rockerkumpel auftauchen und dem Boss der Kragen platzt, weil der Kellner seine Bestellungen missdeutet, kommt es zur Zerstörung des Lokals.Musik
- Der Soundtrack zum Film Beinhart der Rockgruppe Torfrock wurde Anfang 1991 Nummer eins der deutschen Singlecharts. Kurz zuvor war das Lied „Pump ab das Bier“ von Werner Wichtig Nummer eins der Musikcharts gewesen, ein Lied, in dem es um die Biergelage-Verherrlichung im Werner-Jargon („abpumpen“) geht. Vorerst war jedoch geplant, dass das Titellied „Wir brauchen… Werner“ von Die Ärzte kommen sollte. Da sich Die Ärzte zu diesem Zeitpunkt schon offiziell aufgelöst hatte, entsprach das Lied nicht den Erwartungen und kam somit nicht als Titel-, sondern als Abspannlied in den Film.
- Der Rest des Soundtracks besteht aus Liedern der Rock 'n' Roll- und Twist-Ära, die Brösel als Kind erlebte. Vor allem diese Zeit zeichnet sich als Vorläufer bzw. Vorlage der Werner-Welt aus. Es sind unter anderem Lieder von Ted Herold zu hören.
Erwähnenswertes
- Der Film verhalf der Süßspeise Zuckerei zu neuem Ruhm.
- Der Dialekt, den Meister Röhrich und teilweise auch die anderen Figuren sprechen nennt man Petuh, eine Abwandlung des Plattdeutschen, das nur in Flensburg zu hören ist.
- Die Gegenden in denen die Filme angesiedelt sind, spielen in Flensburg, und Süderbrarup und Umgebung. Meist werden auch Straßennamen der Stadt Flensburg verwendet.
- Sprecher der Figur Polizist Bruno Benno Hoffmann wurde selbst in Süderbrarup geboren.
- Der Komiker der in Brösels Traum vom König hingerichtet wird, ist eine Anspielung auf Otto Waalkes
Weblinks
- Die offizielle Werner-Seite: http://www.werner-broesel.de
- Werner – Beinhart! bei Filmportal.de
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Werner – Beinhart!" (Stand:
Tue, May 6th 2008, 14:08)
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