Wild Christmas

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • John Frankenheimer

Drehbuch

  • Ehren Kruger

Kamera

  • Alan Caso

Schnitt

  • Michael Kahn

Produzent

  • Harvey Weinstein

Musik

  • Alan Silvestri

Erscheinungsjahr

2000

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Reindeer Games

Länge

100/124 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16/18 Jahre
Wild Christmas (Originaltitel: Reindeer Games) ist ein US-amerikanischer Thriller von John Frankenheimer aus dem Jahr 2000.

Handlung

Der Autodieb Rudy Duncan teilt sich die Gefängniszelle mit Nick Cassidy, der wegen des Totschlags inhaftiert wurde. Beide haben nur noch ein paar Tage bis zu ihrer Entlassung aus dem Gefängnis. Cassidy ist im regen Briefverkehr mit einer Frau namens Ashley Mercer, die er durch eine Kontaktanzeige kennen lernte und in die er sich verliebt hat. Er hat sie noch nie gesehen und kennt sie nur von Bildern, die Mercer ihm ins Gefängnis geschickt hat. Seinem Zellennachbar Duncan zeigt er die Fotos und erzählt ihm genaue Details über diese Frau, mit der er eine gemeinsame Zukunft plant. Duncan dagegen hat nur den Wunsch, mit seiner Familie zuhause wieder ein gemeinsames Weihnachtsessen zu genießen. Bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Häftling im Speisesaal des Gefängnisses entsteht zunächst der Eindruck, dass Cassidy dabei zu Tode kommt.

Kurz vor Weihnachten wird Duncan aus dem Gefängnis entlassen. Vom Gefängnisbus aus sieht er die Freundin Cassidys, die vor dem Gefängnis auf diesen wartet. Duncan zögert zunächst, doch dann springt er aus dem Bus und gibt sich ihr gegenüber als Cassidy aus. Die beiden verbringen ein Liebeswochenende in einer Blockhütte. Um seine wahre Identität nicht zu verraten, vernichtet Duncan seine eigenen Papiere.

Als die beiden von Weihnachtseinkäufen in die Hütte zurückkehren, wartet dort bereits Ashleys brutaler Bruder Gabriel mit seiner Gang auf die beiden. Da Ashley Gabriel im Vorfeld von Cassidys früherem Job in einem indianischen Casino erzählt hatte, plant dieser einen Überfall auf das Casino The Tomahawk während der Weihnachtsfeiertage. Dafür wollen sie Cassidys Wissen ausnutzen. Duncans Beteuerungen, dass er gar nicht Cassidy sei, glaubt man ihm nicht, da er keine Beweismittel mehr besitzt, Ashley und die Gang von seiner wahren Identität zu überzeugen. Als Gabriel ihm droht, ihn umzubringen, sieht Duncan keine andere Wahl, als Cassidys Rolle weiterzuspielen und sich an dem geplanten Überfall auf das Casino The Tomahawk zu beteiligen.

In der Folge ist Duncan damit beschäftigt, zunächst seine Teilnahme am Überfall in die Tat umzusetzen, dabei aber auch jede sich bietende Möglichkeit zur Flucht zu ergreifen. Er wagt nach einer Erkundungstour zum Casino einen Fluchtversuch mit Ashley, der jedoch misslingt. In dem Motel, in dem sich die Gang vor dem Überfall einnistet, kommt Duncan durch Zufall hinter die wahre Identität von Ashley und Gabriel. Diese sind nämlich keinesfalls Geschwister, sondern ein Liebespaar.

Beim Überfall auf The Tomahawk am Heiligabend sind die Gangster als Weihnachtsmänner (Santa Claus) verkleidet. Der Überfall gelingt, aber es kommt zu einer Schießerei, die nur Duncan, Ashley und Gabriel überleben. Ashley verrät sich durch ihr Wissen darüber, wie Cassidy starb – obwohl Duncan ihr nie davon erzählt hatte. Sie erschießt Gabriel. Der vermeintlich tote Nick Cassidy taucht wieder auf; es stellt sich heraus, dass er bereits vor seiner Inhaftierung eine Beziehung mit Ashley unterhielt und dass auch Ashley eine andere Identität besitzt. Cassidy und Ashley wollen Duncan in einem Auto angekettet verbrennen, doch Rudy als ehemaliger Autoknacker startet den Wagen und fährt beide zu Tode.

Duncan macht sich auf den Weg zu seiner Familie. Als Weihnachtsmann verkleidet verteilt er in seinem Heimatort einen Teil der Beute in die Briefkästen der Nachbarn. Am Schluss sitzt er fröhlich im Kreise seiner Familie beim Essen.

Kritiken

Mick LaSalle schrieb in der „San Francisco Chronicle“, dass der Thriller einer der smartesten Thriller der letzten Jahre sei. Er wirke auch besonders erfrischend und ähnele den Filmen von Tarantino, aber ohne Tarantinos Herzlosigkeit. Die Veränderungen des Charakters von Ashley Mercer seien sehenswert. Der Film sei stellenweise komisch, aber ohne in eine Satire oder eine Parodie abzugleiten. San Francisco Chronicle

William Arnold schrieb im „Seattle Post-Intelligencer“, dass Ben Affleck in dem als Starvehikel für ihn konzipierten Film unglaubwürdig wirke. Er lobte die Actionszenen und die Dialoge. Die Darstellungen von Gary Sinise und Charlize Theron wurden ebenfalls gelobt. Seattle Post-Intelligencer

Das „Lexikon des internationalen Films“ schrieb, der Film sei ein „hochgradig schematischer, mit billigen Effekten überfrachteter Actionfilm“. Er lasse „die persönliche Handschrift des Regisseurs völlig vermissen“. Lexikon des internationalen Films, abgerufen am 15. Januar 2008

Auszeichnungen

Der Thriller wurde 2001 für den Taurus Award in zwei Kategorien nominiert.

Hintergründe

Die Produktion des Thrillers kostete 36 Millionen Dollar. Er wurde in gedreht. Es war der letzte Kinofilm des Regisseurs John Frankenheimer.

Weblinks



Einzelnachweise





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Wild Christmas" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:26) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.