Windtalkers

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • John Woo

Drehbuch

  • Joe Batteer

Kamera

  • Jeffrey L. Kimball

Schnitt

  • Tom Rolf

Produzent

  • John Woo

Musik

  • James Horner

Erscheinungsjahr

2002

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Windtalkers

Länge

129 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

18 Jahre
Windtalkers ist ein aus dem Jahr 2002.

Handlung

Den japanischen Streitkräften gelingt zu Beginn des zweiten Weltkriegs die Eroberung eines Großteils des pazifischen Raumes. Dies lässt sich unter anderem auf die Überlegenheit des japanischen Geheimdienstes zurückführen, der es schafft, einen Großteil des amerikanischen Funkverkehrs abzufangen und zu entschlüsseln. Daher zieht die US-Kriegsmarine 1942 vermehrt Navajo-Indianer ein, um einen auf ihrer Muttersprache basierenden Nachrichtencode zu entwickeln. Dieser Navajo-Code leitet mit etwa 400 indianischen Code-Sprechern, die als Funker und Fernmelder im Dienst der Kriegsmarine stehen, die Gegenoffensive der USA im Pazifikkrieg ein. Da die Japaner die Sprache der Navajos ohne einen Muttersprachler nicht entschlüsseln können, hat der Schutz der Indianer vor Gefangennahme höchste Priorität, um den erfolgreichsten Code der Militärgeschichte zu bewahren.

Der hoch dekorierte Marine-Sergeant Joe Enders (Nicolas Cage) erhält 1944 den Auftrag, den Navajo-Indianer und Private Ben Yahzee (Adam Beach) zu beschützen, koste es was es wolle. Dem jungen Sergeant Ox Henderson (Christian Slater) wird der Navajo Charlie Whitehorse (Roger Willie) anvertraut. Die vier sind an der Schlacht um Saipan beteiligt. Enders und Henderson gehen zunächst auf Distanz zu den ihnen anvertrauten Codesprechern, wohlwissend ihren Tod im Falle einer Gefangennahme billigend in Kauf nehmen zu müssen, um den Nachrichtencode zu schützen. Aufgrund ihrer gemeinsamen Erlebnisse in den Wirren des Pazifikkrieges wird dieser Schutzwall zusehends aufgeweicht. Folglich schafft Enders es nicht seinen Befehl auszuführen, den ihm anvertrauten Funker zu töten, damit der Zugang zum Navajo-Code den japanischen Streitkräften weiterhin verwehrt bleibt. Stattdessen versucht er seinem Auftrag gerecht zu werden, indem er die Unversehrtheit des Navajo-Indianers über den Schutz des Geheimcodes stellt.

Hintergrund

thumb|Die Inseln Tinian und Aquijan]Der Filmtitel „Windtalkers“ lehnt sich an die Bezeichnung der Navajo-Indianer für das Funken an − „die mit dem Wind sprechen“. 3sat.de, 24. Juli 2002

Von der Insel Tinian vor der Küste Saipans aus starteten die B-29 Bomber Enola Gay und Bockscar, welche die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen.

Heute streitet das Pentagon ab, es habe jemals den Befehl gegeben, dass die Codesprecher nicht in Feindeshand fallen dürften.

Das Navajo wurde nie verschriftlicht, weswegen es dem deutschen und japanischen Geheimdienst nicht gelang, den Nachrichtencode zu dechiffrieren. Damit handelt es sich bei dem Navajo-Code vermutlich um den einzigen Code der Militärgeschichte, der niemals geknackt werden konnte.

Der Film wurde nach wahren Begebenheiten auf Hawaii, in Utah und gedreht.

Ein Fehler, der vielen Art Directors in einem Film über diese Zeit passiert, ist die Darstellung der Flagge der USA mit 50 Sternen. Allerdings hatten die Vereinigten Staaten 1944 nur 48 Bundesstaaten, Hawaii und Alaska wurden erst 1959 in die USA eingegliedert.

Während sich die amerikanischen Streitkräfte in der Verfilmung mit der japanischen Zivilbevölkerung gut stellen und sogar schmerzstillende Mittel an bedürftige Kinder verteilen, sah die Wirklichkeit anders aus. Die überlebenden Familien konnte die Besetzung ihres Bodens durch feindliche Soldaten nicht dulden und zogen einen für ihren Kulturkreis bezeichnenden, ehrenhaften Tod durch Sprung von den Klippen Saipans mitsamt Frauen und Kindern vor. filmstarts.de

Aus eben diesem Verständnis für Ehre wäre ein feindlicher Soldat wahrscheinlich nicht enthauptet worden − wie dies der Rolle des Sergeant Ox Henderson in der Verfilmung widerfährt − da dies als ehrenhafter Tod gilt.

Der US-amerikanische Präsident George W. Bush verlieh im Jahr 2001 den letzten fünf überlebenden Navajo-Indianern, die als Codesprecher gedient hatten, die goldene Kongress-Medaille, welche die höchste zivile Auszeichnung darstellt.

Trivia

Der Film geriet mit einem Budget von 115 Mio. US-Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von nur 78 Mio. US-Dollar zu einem der größten Filmflops der jüngeren Kinogeschichte.

Kritiken

{{zitat| Kriegsfilm von John Woo, der sich erzählerisch wie stilistisch eher am Western orientiert und den Krieg nicht als Vater aller Dinge, sondern als Schrecken ohne Sinn beschreibt. In Anlage wie Dramaturgie oft allzu simpel und voller Klischees, sodass lediglich die Eleganz der Bilder und rare Augenblicke der Stille im Gedächtnis bleiben.|Lexikon des Internationalen Films}}

Einzelnachweise



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Windtalkers" (Stand: Wed, Apr 30th 2008, 03:55) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.