Wing Commander

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Chris Roberts

Drehbuch

  • Kevin Droney

Kamera

  • Thierry Arbogast

Schnitt

  • Peter Davies

Produzent

  • Todd Moyer

Musik

  • Kevin Kiner

Erscheinungsjahr

1999

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

Wing Commander

Länge

100 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

12 Jahre
Wing Commander ist ein amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1999, der auf der gleichnamigen Computerspiel-Serie basiert. Regie führte Chris Roberts, der auch die Spielserie entwickelte.

Handlung

Wir schreiben das Jahr 2654. Die Menschheit befindet sich seit längerer Zeit im Krieg mit den Kilrathi, einer außerirdischen und sehr aggressiven Rasse, mit denen es nicht möglich ist, diplomatische Beziehungen aufzubauen.

Den Kilrathi gelingt es, einen entscheidenden Schlag gegen die Menschen durchzuführen, indem sie einen der wichtigsten Außenposten, die Pegasus Station, zerstören und dabei ein NavCom erbeuten. Mit diesem Navigationscomputer haben sie die genauen Sprungkoordinaten zum Sol System und könnten somit den Krieg für sich entscheiden.

Admiral Tolwyn ist sich dieser Bedrohung bewusst, doch seine Flotte braucht 42 Stunden bis zur Erde, während die Kilrathi nur 40 Stunden brauchen und so ausreichend Zeit haben, um die Erde zu vernichten.Um Informationen zu bekommen, was die Kilrathi genau vorhaben, soll der sich im Vega-Sektor befindliche Träger TCS Tiger Claw auf eine Erkundungsmission begeben und versuchen, die Kilrathi zu bremsen. Da jedoch der Träger nicht direkt kontaktiert werden kann, soll die Diligent, ein Transporter, der auf den Weg zur Tiger Claw ist, diesen Befehl übermitteln. An Bord der Diligent sind Christopher Blair und Todd Marschall, zwei Piloten, die als Ersatz zur Tiger Claw versetzt wurden.

Um schneller in den Vega-Sektor zu kommen, will der Captain der Diligent, James Taggart, eine Abkürzung direkt durch ein Gravitationsloch, das als Skylla bekannt ist, nehmen. Doch Todd Marschall macht einen Fehler, da er die Geschwindigkeit der Diligent erhöht, was die Berechnungen des Sprunges zunichte macht. Als auch noch der Navigationscomputer ausfällt, ist das Schicksal der Diligent eigentlich schon beschlossen, jedoch gelingt es Blair, die Berechnungen manuell durchzuführen und der Sprung gelingt.

Taggart erkennt, dass Blair eine Gabe hat, die früher nur die Pilger hatten. Pilger waren damals die ersten Menschen, die den Weltraum erforschten, verloren jedoch in den Weiten des Universums ihre Menschlichkeit und waren sogar der Meinung, den normalen Menschen überlegen zu sein, was schließlich im sog. Pilger-Krieg endete. Seit dem werden die Pilger, die fast vollständig ausgelöscht wurden, von den Menschen gehasst. Blair ist der Sohn einer Pilgerin und hat somit die mathematischen Fähigkeiten geerbt.

An Bord der Tiger Claw freundet sich Marschall schnell mit der Pilotin Rosie Forbes an, während Blair von der Mannschaft als Pilger gemieden wird.Durch die Hilfe von Taggart kann die Tiger Claw schneller zum Odysseus Korridor springen, wo sich die Kilrathi-Flotte befinden soll.

Blair und der weibliche Wing Commander der Tiger Claw Devereaux, auch unter dem Rufzeichen Angel bekannt, begeben sich auf eine Erkundungsmission und finden in einem Asteroidenfeld ein Kommunikationsschiff der Kilrathi. Sie werden jedoch entdeckt und müssen fliehen.

Daraufhin gibt der Kapitän der Tiger Claw, Admiral Bill Wilson, den Befehl, das Schiff mit einer ganzen Staffel anzugreifen.

Taggart, der als ziviler Beobachter die Mission begleitet, hält dieses jedoch für eine Falle, entpuppt sich als Kommodore des Nachrichtendienstes und gibt somit den Befehl als ranghöchster Offizier der Mission, sofort zur Tiger Claw zurückzukehren.Taggart hatte recht, denn der Träger steht unter schweren Beschuss. Doch mit der zurückkehrenden Staffel gelingt es, die Kilrathi-Schiffe zu zerstören.Marschall und Forbes verweigern jedoch nach dem Angriff den Befehl zur Landung auf der Tiger Claw und wollen sich gegenseitig beweisen, wer der bessere Pilot ist, woraufhin Forbes Jäger schwer beschädigt wird und der Schleudersitz ebenfalls nicht mehr funktioniert. Die Notlandung missglückt und Forbes stirbt dabei. Angel die eine gute Freundin von Forbes war, ist außer sich vor Wut und will Marschall wegen Befehlsverweigerung erschießen, was von Blair jedoch verhindert werden kann.

Da die Tiger Claw schwer beschädigt ist, landet sie in einem Asteroidenkrater eines Mondes. Jedoch bombardiert ein Kreuzer der Kilrathi jeden Krater, wodurch es zu Beschädigungen an der Tiger Claw kommt. Schließlich reißt eine Luke auf, wodurch Blair fast in den Weltraum geblasen wird. Seinem Freund Marschall gelingt es jedoch, ihn zu retten.

Nach überstandener Bombardierung findet man auf den Sensoren das Kommunikationsschiff wieder. Taggart gibt den Befehl, das Schiff zu kapern. Mit der Diligent versteckt man sich daher in einem Asteroidenfeld und überrascht somit die Kilrathi. An Bord des Schiffes kommt es zu einem Feuergefecht, welches der Entertrupp jedoch für sich entscheiden kann. Blair entdeckt sehr zu seiner Überraschung das NavCom AI der Pegasus-Basis. Nun haben die Menschen die genauen Sprungkoordinaten der Kilrathi-Flotte. Jedoch kann man sie nicht übermitteln, weil die Kommunikationssonde der Tiger Claw nicht gestartet werden kann.Taggart gibt Blair den Befehl, die Koordinaten selber zum Sol System zu bringen. Blair hat jedoch kein Vertrauen in seine Fähigkeiten, worauf sich Taggart selbst als Pilger zu erkennen gibt, was ihm schließlich das nötige Selbstvertrauen gibt und er sich schließlich mit Angel auf den Weg macht.

Jedoch entdecken beide einen getarnten Torpedo, der direkt auf die Tiger Claw zufliegt und der nur von einem Jäger aufgehalten werden kann. Angel gelingt es, den Torpedo zu zerstören, jedoch wird ihr Jäger von der Druckwelle erfasst und sie muss sich mit dem Schleudersitz retten.Blair will Angel zurück zur Tiger Claw bringen, was sie jedoch ablehnt und ihn den Befehl gibt, sich auf den Weg zur Erde zu machen.Blair gelingt der Sprung zur Erde, jedoch ist ihm ein Kilrathi-Zerstörer gefolgt. Auf den Sensoren entdeckt Blair das Gravitationsloch, Skylla, durch das er schon einmal mit der Diligent gesprungen ist. Er lockt den Zerstörer dort hinein und dreht in allerletzter Sekunde seinen Jäger ab. Da der Zerstörer eine wesentlich größere Masse hat als der Jäger, wird dieser schließlich hineingezogen und vernichtet.

Die Flotte von Admiral Tolwyn, die mittlerweile die Koordinaten hat, kann jedes Schiff der Kilrathi vernichten, da diese direkt nach dem Sprung noch keine Schilde und Waffen aktivieren können und somit vollkommen wehrlos sind.Blair erfährt von Tolwyn, dass Taggart sich auf die Suche nach Angel gemacht hat, und kehrt wieder zur Tiger Claw zurück. Blair macht sich ebenfalls auf den Weg und dort angekommen sieht er, dass Taggart erfolgreich war und die leicht verletzte Angel gefunden hat.Der Krieg ist zwar nicht gewonnen, aber die Kilrathi haben einen schweren Schlag hinnehmen müssen. Blair begleitet Angel zur Krankenstation und die Mission ist erfolgreich beendet.

Entstehungsgeschichte

Chris Roberts, der Schöpfer der Wing-Commander-Serie, trennte sich 1996 von der Entwicklerfirma Origin und gründete seine eigene Firma Digital Anvil, welche neben weiteren Spielentwicklungen auch den Film produzieren sollte. Er erwarb später vom Origin-Mutterkonzern Electronic Arts die Filmrechte, um sein eigenes Spiel zu verfilmen. Bereits die Teile III und IV der Serie wiesen professionell gedrehte Realfilmsequenzen auf, in welchen mit Mark Hamill, John Rhys-Davies und Thomas F. Wilson bekannte Schauspieler mitwirkten.

Für die Jagdflieger wurden ehemalige britische Militärmaschinen vom Typ English Electric Lightninghttp://www.imdb.com/title/tt0131646/trivia verwendet, die sehr stark modifiziert wurden, sodass eigentlich nur die Pilotenkanzel übrig geblieben war.

Keines der im Film vorkommenden Flugobjekte ähnelt im Design den im Spiel vorkommenden Schiffen und Jägern. Man orientierte sich an Schlachtschiffen aus dem 2. Weltkrieg. So schießen diese mit Torpedos die sogar einen ähnlichen akustischen Klang haben wenn sie abgefeuert werden. Das Design der Kilrathi und ihrer wurde vollständig verändert. Unter anderem ähneln die Kilrathi im Spiel Großraubkatzen wie Löwen oder Tiger, im Film ähneln sie reptilienartigen, gewöhnlichen Hauskatzen. Unter anderem werden die Kilrathi im Spiel als intelligente Strategen gezeigt, im Film dagegen treten sie als dümmliche Raumschiffpiloten auf.

Rezeption

Wing Commander startete am 12. März 1999 in den Vereinigten Staaten und kam am 23. Dezember 1999 in die deutschen Kinos. Bei einem geschätzten Budget von 30 Millionen US-Dollarhttp://www.imdb.com/title/tt0131646/business spielte er in den USA nur 11.578.059 US-Dollarhttp://www.boxofficemojo.com/movies/?id=wingcommander.htm ein und kann somit als kommerzieller Flop bezeichnet werden.

Von den Kritikern wurde der Film zerrissen. Größte Kritikpunkte waren die Handlung sowie die schlechten schauspielerischen Leistungen von Freddie Prinze jr. und Matthew Lillard. Auch von den Fans der Spielreihe wurde Wing Commander sehr schlecht aufgenommen, da er ihrer Meinung nach nichts mit dem Spiel zu tun hat.

Wissenswertes

Regisseur Chris Roberts hat einen Cameo-Auftritt. Er ist der Pilot des Rettungsschiffes das Blairs Jäger am Ende des Films abschleppt.

Auch Mark Hamill spielt in diesem Film mit. Er ist im Original die Stimme des Schiffscomputers Merlin, wird jedoch in den Credits nur mit einem „?“ aufgezeigt.

Im Vorprogramm von Wing Commander lief der Trailer zu Episode I – Die dunkle Bedrohung. Einige Kinobesucher kauften sich ein Kinoticket nur, um diesen Trailer zu sehen und danach das Kino wieder zu verlassen.

Kritiken

Quellen



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Wing Commander (Film)" (Stand: Tue, Apr 1st 2008, 23:19) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.