Y Tu Mamá También – Lust for Life
Meine Bewertung
Filminfo
Darsteller
- Nathan Grinberg als Manuel Huerta
- María Aura als Cecilia Huerta
- Verónica Langer als María Eugenia Calles de Huerta
- Ana López Mercado als Ana Morelos
- Juan Carlos Remolina als Alejandro „Jano“ Montes de Oca
- Maribel Verdú als Luisa Cortés
- Gael García Bernal als Julio Zapata
- Diego Luna als Tenoch Iturbide
Regie
- Alfonso Cuarón
Drehbuch
- Carlos Cuarón
Kamera
- Emmanuel Lubezki
Schnitt
- Alex Rodríguez
Produzent
- Jorge Vergara
Erscheinungsjahr
2001Produktionsland
MexikoOriginalsprache
SpanischOriginaltitel
Y tu mamá tambiénLänge
101 MinutenAltersfreigabe (FSK)
16 JahreHandlung
Die beiden in Mexiko-Stadt lebenden Jugendlichen Tenoch und Julio sind gut befreundet. Während Tenoch der Sohn eines hohen Regierungsbeamten ist, kommt Julio aus einer Arbeiterfamilie. Beide sind mit Mädchen liiert, mit denen sie regelmäßig Sex haben. Sie beschließen, in den Sommerferien, während ihre Freundinnen verreist sind, selbst eine Reise zu unternehmen.Sie lernen auf einer Hochzeit die achtundzwanzigjährige Luisa kennen, die mit Tenochs Cousin verheiratet ist. Tenoch und Julio finden die Frau attraktiv und wollen sie zu einem Trip zu einem erfundenen, wunderschönen Strand einladen, glauben aber nicht ernsthaft, dass Luisa mitkommen würde. Diese entschließt sich, mit ihnen im Auto zu fahren, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Ehemann fremd geht.
Die Reise führt sie in den Süden Mexikos (Oaxaca-Stadt) und schließlich zu einem Strand an der Pazifik-Küste Oaxacas. Tenoch und Julio wollen Luisa weismachen, dass sie bereits viel Erfahrung mit Sex haben. Als Luisa mit Tenoch schläft, hat dieser in ihren Augen jedoch noch zu viel Angst und ist zu unerfahren. Sie schläft daraufhin auch mit Julio, was die beiden Freunde zum Streit bewegt. Die beiden gestehen sich gegenseitig, dass sie mit den Freundinnen des anderen geschlafen haben, Julio sogar mit Tenochs Mutter. Im Rausch haben Julio, Tenoch und Luisa einen „Flotten Dreier“, bei dem es sogar zu einem Kuss zwischen den beiden Jungen kommt.
Nach dem Sommer treffen sich Julio und Tenoch circa zwei Jahre später in einem Café wieder. Sie haben sich seit der Reise mit Luisa immer weniger getroffen. Beide beginnen bald ihr Studium. Tenoch erzählt, dass Luisa einen Monat nach ihrer Abfahrt von dem Strand an gestorben ist. Sie hatte bereits während der Reise von der Krankheit gewusst, es aber niemandem gesagt.
Entstehungsgeschichte
Regisseur Alfonso Cuarón schuf mit Y Tu Mamá También – Lust for Life sein erstes Werk in seinem Heimatland Mexiko seit einigen Jahren. Ab Mitte der 1990er Jahre hatte er mit Filmen wie Die Traumprinzessin und Große Erwartungen in den Vereinigten Staaten Erfolg gehabt, er wollte jedoch wieder einen Film in Spanisch drehen, eigentlich sogar im Slang der Bewohner von Mexiko-Stadt. BBC.co.ukCuarón kannte Diego Luna, der schließlich die Rolle des Tenoch erhielt, bereits, als dieser sechs Jahre alt war. Auf Gael García Bernal, der den Julio verkörperte, wurde er durch dessen Darstellung in Amores Perros aufmerksam. Cuarón traf sich mit García Bernal und Maribel Verdú, die für die Rolle der Luisa vorgesehen war, in Madrid. Man beschloss dort, die beiden in ihren Rollen zu besetzen. BBC.co.uk Damit die Akteure sich wie ihre Rollen weiterentwickeln würden, drehte Cuarón den Film in der Reihenfolge der Handlung. The Hollywood Reporter Dem Film lag zwar ein Drehbuch zugrunde, jedoch brachten die Schauspieler während des Drehs teilweise neue Ideen ein. BBC.co.uk
Rezeption
Umsatz
Der Film kam am 8. Juni 2001 in die mexikanischen Kinos. Da er dort zu einem Erfolg wurde, folgten Kinostarts in etlichen anderen Ländern. Allein in den USA spielte er über 13 Millionen US-Dollar ein. Am 2. Mai 2002 startete der Film in den deutschen Kinos. Bereits am 10. Januar 2002 war der Film in den Kinos der deutschsprachigen Schweiz zu sehen gewesen. Etwa 27.000 mal wurde der Film in der Schweiz gesehen. Lumiere Das gesamte Einspielergebnis von Y Tu Mamá También – Lust for Life beträgt über 33 Millionen US-Dollar. Box Office MojoKritiken
Der Film stand in der Gunst der Kritiker. Roger Ebert gab dem Film die Höchstwertung und sprach von der Geburt eines Neuen mexikanischen Kinos. Chicago Sun-Times, 2. April 2002 Ebert kritisierte das US-amerikanische Freigabesystem von Filmen, da Y Tu Mamá También – Lust for Life trotz seines Jugendfilmcharakters in den Vereinigten Staaten nicht für Jugendliche zugänglich war. Wenige negative Stimmen wie etwa James Berardinelli kritisierten, der Film hätte keine außergewöhnliche Handlung. „Dieser Film ist nicht dramatischer als ein Road Trip, aufgearbeitet mit einer scharfen Portion Sex und Nacktheit.“ ReelViews Die darstellerischen Leistungen lobte der Großteil der Kritiker. Ebert beschrieb die Darstellung Maribel Verdús als die Schüsseldarbietung – sie sei im Vergleich zu den weiblichen Hauptfiguren amerikanischer Komödien „[1] weiser, sexier, komplexer, glücklicher, trauriger.“ Chicago Sun-Times, 2. April 2002Auch deutschsprachiger Kritiker waren angetan von dem Film. Der meinte: „Nur auf den ersten Blick eine Teenager-Komödie der geschmacklosen Art, entpuppt sich der Film schon bald als eine sarkastische Zustandsbeschreibung des mexikanischen Alltags, der von Korruption und erbarmungslosem Kapitalismus geprägt ist.“ film-dienst
Auszeichnungen
Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2001 gewann der Film den Drehbuchpreis und Luna und García Bernal den Marcello-Mastroianni-Preis. Der Film war außerdem für den Goldenen Löwen nominiert, den Hauptpreis des bedeutenden Filmfestivals. García Bernal und Luna wurden auch auf dem Valdivia International Film Festival 2001 ausgezeichnet. Auf dem Santa Fe Film Festival 2001 prämierte man den Film als Besten lateinamerikanischen Film, auf dem Ft. Lauderdale International Film Festival 2001 mit dem Publikumspreis. Auf dem Zlín International Film Festival for Children and Youth 2002 gewann der Film als bester Jugendfilm. Alfonso Cuarón erhielt auf dem Tromsø International Film Festival 2002 den Aurora-Preis. Auf dem Havana Film Festival 2001 gewann er den FIPRESCI-Preis für „die auf sehr anspruchsvolle Art gelungene Mischung aus Komik und Tragik“.Bei der Oscarverleihung 2003 waren Carlos und Alfonso Cuarón in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch nominiert. Auf eine Nominierung als Bester fremdsprachiger Film hatte der Film keine Chance, da Mexiko nicht Y Tu Mamá También – Lust for Life, sondern Carlos Carreras Die Versuchung des Padre Amaro ins Rennen um den Oscar schickte.
Für einen BAFTA Award war der Film in den Kategorien Bester nicht-englischsprachiger Film und Bestes Originaldrehbuch nominiert. Nominierungen für die Bodil, für den British Independent Film Award, für den Europäischen Filmpreis als Bester nicht-europäischer Film, den GLAAD Media Award, den Golden Globe als Bester fremdsprachiger Film, den Golden Trailer Award in drei Kategorien, den Grammy für den Soundtrack und den Satellite Award für die DVD folgten. Durchsetzen konnte sich der Film dagegen bei den Boston Society of Film Critics Awards, den Broadcast Film Critics Association Awards, den Chicago Film Critics Association Awards, den Dallas-Fort Worth Film Critics Association Awards, den Film Critics Circle of Australia Awards, den Florida Film Critics Circle Awards, den Glitter Awards, den Independent Spirit Awards als Bester ausländischer Film, den Las Vegas Film Critics Society Awards, den London Critics Circle Film Awards, den Premios ACE, den Los Angeles Film Critics Association Awards als Bester fremdsprachiger Film, den Preisen der Mexican Cinema Journalists, der US-amerikaniscen National Society of Film Critics, des New York Film Critics Circle, den Online Film Critics Society Awards als Bester fremdsprachiger Film, den Political Film Society Award für Demokratie, den Preisen des San Francisco Film Critics Circle, den Seattle Film Critics Awards und den Southeastern Film Critics Association Awards. Fünfmal war der Film bei den Chlotrudis Awards nominiert.
Filmanalyse
Teilweise ist der Film, in der Tradition französischer Nouvelle-Vague-Filme, mit dem Begleitkommentar eines allwissenden Erzählers unterlegt. New York Post bei Rotten Tomatoes Da der Film auf mehreren Ebenen erzählt wird, wird Distanz zu den Figuren geschaffen.Der Film erzählt laut dem Regisseur von der „Klassengesellschaft, von den vielen verschiedenen Mexikos, die in derselben Zeit und im selben Raum, aber scheinbar unverbunden koexistieren.“ Der Standard Die letzte Szene des Films, in der sich Tenoch und Julio nach einiger Zeit wiedersehen, will sagen, dass das Erlebnis mit Luisa die beiden verändert hat. Chicago Sun-Times, 2. April 2002 Sie sind erwachsen geworden, haben aber auch nur noch wenig Kontakt miteinander, wenn überhaupt. Der Standard Der Erzähler erwähnt am Ende, dass die beiden sich nach dem Treffen im Café nie wieder sehen werden.
Die umherstreifende, von Emmanuel Lubezki geführte Kamera steht während des Films nicht still. „Die Kamera schaut während einer Unterhaltung einfach aus dem Fenster, Details erhaschend, die Luisa und die Jungen nicht bemerken: Szenen bitterer Armut, Polizei-Straßensperren, Autounfälle oder verhaftet werdende Bauern.“ The Hollywood Reporter Man verwendete eine Handkamera, da man dachte, dies würde den Schauspielern mehr Freiheit geben. IndieWire
Weblinks
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Quellen
Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel
"Y Tu Mamá También – Lust for Life" (Stand:
Wed, May 7th 2008, 17:11)
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