Zimmer 1408

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Filminfo

Darsteller

Regie

  • Mikael Håfström

Drehbuch

  • Larry Karaszewski

Kamera

  • Benoît Delhomme

Schnitt

  • Peter Boyle

Produzent

  • Harvey Weinstein

Musik

  • Gabriel Yared

Erscheinungsjahr

2007

Produktionsland

USA

Originalsprache

Englisch

Originaltitel

1408

Länge

ca. 104 Minuten

Altersfreigabe (FSK)

16 Jahre
Zimmer 1408 (Originaltitel: 1408) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Mikael Håfström aus dem Jahr 2007. Das Drehbuch von Scott Alexander, Matt Greenberg und Larry Karaszewski beruht auf der Kurzgeschichte 1408 von Stephen King aus seinem Sammelband Im Kabinett des Todes.

Handlung



Der Schriftsteller Mike Enslin lebt getrennt von seiner Ehefrau Lily. Er schrieb nach dem Tod seiner Tochter Katie mehrere Bücher über übernatürliche Phänomene und widerlegt diese dabei. Als Teil seiner Recherchen für ein weiteres Buch will er im Zimmer 1408 des Dolphin Hotels in New York City übernachten, in dem bereits 56 Hotelgäste zu Tode gekommen sind. Der Hotelmanager Gerald Olin versucht ihm dies auszureden. Trotz der Warnung, dass kein Gast, der dieses Zimmer je bezogen hat, länger als eine Stunde dort überlebt hat, und Olin den Raum nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen reinigen lässt, bezieht Enslin 1408. Er selbst glaubt, dass die Warnungen des Managers nicht ernst gemeint seien und nur die Angst verstärken sollen.

Anfangs wirkt das Zimmer 1408 so normal und gewöhnlich, dass Enslin scherzhaft von der „Banalität des Bösen“ auf sein mitgeführtes Diktiergerät spricht. Blümchentapeten, ein alter Schrank, antikes Badezimmer, eine kaputte Klimaanlage. Nichts, das auf ein besonders grauenerregendes Zimmer hinweist. Der erste Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt, entsteht, als er - nachdem er eine Weile aus dem Fenster gesehen hat - zurückblickt und sieht, dass sowohl das Bett, was er zuvor nutzte, wie frisch gemacht ist und auch das Badezimmer wieder einen völlig unbenutzten Eindruck macht, so als ob innerhalb eines Wimpernschlages ein Zimmermädchen alles bereinigt hätte. Der Eindruck verstärkt sich, als das Radio neben dem Bett von selbst zu spielen beginnt. Enslin denkt, dass es ein Scherz sei, um die Angst in ihm zu schüren. Selbst als der Radiowecker plötzlich einen Countdown anzeigt, der ihm genau eine Stunde gibt, glaubt er daran, dass alles nur ein Scherz sei. Nach und nach häufen sich jedoch merkwürdige Vorfälle, die Enslin mit seinen eigenen inneren Ängsten konfrontieren. Unter anderem trifft er in dem Zimmer seinen Vater und seine tote Tochter. In Rückblenden, die er selbst in dem Zimmer erlebt, erfährt man von der Tatsache, dass Enslins Tochter an einer schweren Krankheit stirbt, woran auch die Ehe zu seiner Frau Lily zerbricht. Ihm wird mehr und mehr klar, dass er durch seine Bücher und seine Art vielen Menschen den Glauben an ein Leben nach dem Tod genommen hat.

Er versucht, aus dem Zimmer zu fliehen, aber durch abbrechende Schlüssel und blockierende, sehr stabile Türen wird er daran gehindert, das Zimmer zu verlassen. Auch ein Versuch, über das Fenstersims in das Nachbarzimmer zu gelangen, scheitert, denn auf mysteriöse Art ist Zimmer 1408 plötzlich das einzige mit einem Fenster an dieser Hauswand.

Nach einigen weiteren beängstigenden Vorfällen in dem Zimmer kommt es zu einer unerklärlichen Wasserflutung dieses Zimmers. Enslin ertrinkt scheinbar und erwacht an einem Strand, an dem er früher in seinem Leben einmal einen Surfunfall hatte. Allem Anschein nach sind die Vorfälle im Hotelzimmer nur ein Traum während seiner Bewusstlosigkeit gewesen. Seine Ex-Frau Lily ist aus New York zu ihm gekommen, um ihn im Krankenhaus zu besuchen. Die Erlebnisse aus dem Zimmer schreibt er, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wird, nieder. Er erlebt einige Déjà Vus in Form von plötzlich auftauchenden Personen, die sich im Zimmer 1408 das Leben nahmen, aber er verdrängt dies. Er geht zum Postamt, um diese Geschichte abzuschicken, aber in diesem Moment reißen die in dem Schalterraum anwesenden Handwerker den ganzen Raum ein und Enslin muss entsetzt feststellen, dass er sich noch immer im Zimmer 1408 des Dolphin Hotel befindet, welches sich nun völlig ausgebrannt präsentiert.

Hier hört er die Stimme seiner toten Tochter, welche er erst als Einbildung abtut. Als er sie jedoch sieht, nimmt er sie in den Arm und verspricht ihr, da sie sich sehr fürchtet, sie nicht mehr allein zu lassen. Während er sie umarmt, stirbt sie zum zweiten Mal. Daraufhin ist Enslin am Boden zerstört und fleht, sie nicht noch ein zweites Mal gehen lassen zu müssen. Darauffolgend ist die Zeit auf dem Radiowecker abgelaufen.

Das Zimmer verwandelt sich und sieht wieder aus, wie zu dem Zeitpunkt, als Enslin es bezog. Auf dem Wecker sind erneut 60 Minuten zu erkennen, die Sekunde für Sekunde ablaufen. Daraufhin klingelt das Telefon. Enslin fragt, weshalb man ihn nicht einfach umbringe. Die Dame am anderen Ende antwortet ihm, dass jeder Gast im Dolphin seinen freien Willen hätte und entscheiden könne, ob er seine 60 Minuten immer und immer wieder erleben wolle, oder ob er auschecken möchte (was Selbstmord bedeuten würde). Enslin entscheidet sich für die letzte Möglichkeit. Doch er will es nicht wie seine Vorgänger machen, denn er stellt fest, dass er immer ein Egoist war und nun etwas für andere tun will. Aus dem Cognac, den er von Olin geschenkt bekommen hat und einem Bandana, das er sich zuvor um eine Schnittwunde an der Hand gewickelt hatte, baut Enslin ein Molotow Cocktail und setzt das Hotelzimmer in Brand.

Seine Frau, die er während der Zeit im Hotelzimmer über das Internet erreichen konnte, ist gerade auf dem Weg zu dem Hotel, als das Feuer ausbricht. Sie sorgt dafür, dass Enslin aus dem Zimmer befreit wird. Im Krankenhaus sagt sie ihm, dass sein Treffen mit der gemeinsamen Tochter nur Einbildung gewesen sei.

Die beiden kommen wieder zusammen. In der letzten Szene sieht man, wie Enslins Frau eine Kiste mit Überresten aus dem verbrannten Hotelzimmer entsorgen will. Enslin aber will das Diktiergerät behalten. Er spielt es ab, wobei die Stimme der Tochter zu hören ist, die zu Enslin spricht.

Alternatives Ende (Directors Cut)

Enslins Frau erreicht das Hotel, als das Zimmer bereits vollständig brennt. Enslin stirbt in dem Zimmer und wird beerdigt. Noch am Friedhof kommt der Manager des Hotels und will ihr eine Kiste mit den Überresten aus dem Hotelzimmer überreichen. Etwas verwirrt lehnt sie diese jedoch ab.

Anschließend sitzt der Manager in seinem Auto und hört sich das Band in dem Diktiergerät an, wobei die Stimme der Tochter zu hören ist, die zu Enslin spricht. Dabei hat er eine kurze Vision von Enslins Tochter und sieht diesen mit verbranntem Gesicht auf seinem Rücksitz sitzen.

In der Schlussszene ist Enslin in dem abgebrannten Zimmer beim Rauchen einer Zigarette zu sehen. Dann folgt er der ihn rufenden Stimme seiner Tochter und verschwindet durch die Wände wie ein Geist.

Kritiken

Peter Travers schrieb in der Zeitschrift Rolling Stone vom 21. Juni 2007, der mittlere Teil des Films beinhalte einige „unnötige“ Spezialeffekte, aber die Spannung nehme im Film zu („Hafstrom ratchets up the tension“). Håfström folge „klugerweise“ dem Weg von Stephen King; die Gewalt passiere in der Vorstellung des Zuschauers. Kritik von Peter Travers, abgerufen am 8. Juli 2007

Desson Thomson schrieb in der Washington Post vom 22. Juni 2007, die Autoren der „blutüberströmten“ Filme wie Hostel und Saw könnten etwas von diesem Film lernen. Man brauche nur ein Hotelzimmer mit alltäglichen Gegenständen, die Furcht erregen können. Die Zuschauer sollen sich um die Charaktere sorgen. Kritik von Desson Thomson, abgerufen am 5. Juli 2007

Hintergrund

Der Film wurde in Los Angeles, in New York City, in London und in den anderen Orten von England gedreht. Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 25 Millionen US-Dollar. IMBd: Box office / business für 1408, abgerufen am 5. Juli 2007 Er startete in den Kinos der USA am 22. Juni 2007 und spielte dort bis zum 2. September 2007 ca. 71,5 Millionen US-Dollar ein. Damit ist er bereits jetzt die kommerziell zweiterfolgreichste Stephen-King-Verfilmung (nach The Green Mile) Box-Office-Ranking im KingWiki.

Trivia

  • Die Quersumme aus 1408 ist 13, eine Unglückszahl. Auch die Adresse des Hotels 2245 Lexingtonstreet bildet die Quersumme 13.
  • Das Zimmer befindet sich auf dem 14. Stockwerk, im Aufzug ist zu erkennen, dass nach dem 12. Stock direkt der 14. folgt. Rein architektonisch betrachtet befindet sich das Zimmer im 13. Geschoss.
  • Das ursprüngliche Ende wurde neu gedreht. Es sei laut Regisseur Mikael Håfström zu eindeutig gewesen. Das alternative Ende ist auf der Director's Cut DVD erschienen und lässt mehr Spielraum für eigene Interpretationen .http://www.cinemablend.com/dvdnews/Advance-Hint-At-1408-DVD-Contents-4676.html Advance Hint At 1408 DVD Contents - DVD News
  • In der Kurzgeschichte „1408“ von King sind es nur 42 Tote und nicht wie im Film 56.
  • Im Film wird angedeutet, dass die Strandszenen in Hermosa Beach handeln, tatsächlich wurde in Huntington Beach gedreht.


Verbindung zum Stephen-King-Universum

Enslin hört am Telefon eine Stimme, die Nummern aufsagt und sagt „All your friends are dead!/alle deine Freunde sind tot“. In Stephen Kings Buch „Der dunkle Turm“ hört Susannah exakt die selben Worte in ihren Träumen. Weiterhin erscheint auch in diesem Film eine freistehende Tür mitten im Raum. Im „dunklen Turm“ sind solche Türen Verbindungen zwischen den Welten.

Quellen



Weblinks





Dieses Dokument basiert unter anderem auf dem Artikel "Zimmer 1408" (Stand: Thu, May 8th 2008, 21:24) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Dieser Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der früheren Autoren ist verfügbar.